Presbyterium

 

Presbyteriumswochenende

Als ein Volltreffer erwies sich wieder mal das Presbyteriumswochenende im Pilgerheim Weltersbach bei Leichlingen. Alle bis auf eine waren dabei, dazu vier Angetraute, die längst zum festen Stamm gehören. Am Samstag Nachmittag lud die Sonne zum Spaziergang rund um die Diepenbachtalsperre ein. Nach heftigem Gewitter trat der Bach am Abend mal kurz über die Ufer, die Feuerwehr hatte die Sache schnell im Griff.
Thema für den nachdenklichen Teil des Wochenendes war die Frage: Wie machen wir uns als Gemeinde bei den neuen Mitgliedern bekannt, die demnächst auf dem Kasernengelände einziehen?
Drei Arbeitsgruppen entwickelten viele Ideen, die das Presbyterium demnächst umsetzen will, wenn die neuen Bewohner einziehen.
Mit seinen Überlegungen befindet sich das Presbyterium mitten in der aktuellen kirchlichen Diskussion.

Da steht zur Zeit die Frage im Vordergrund, wie die Kirche sich wieder stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit bringen kann. Anders gesagt: Es geht um den missionarischen Auftrag, den Jesus jeder einzelnen Gemeinde und der Kirche im Ganzen gegeben hat:"Geht in alle Welt, macht meinen Namen unter allen Menschen bekannt und ladet sie ein, meinem Beispiel zu folgen."
Am Sonntag Morgen besuchte das Presbyterium den Gottesdienst in Witzhelden.
Die dortige Gemeinde feierte ihre neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden, die sich als "Konfiburger" vorstellten. Richtig gute Stimmung kam beim Schlusslied auf: "Voll-, Voll-, Volltreffer, ja, ein Volltreffer Gottes bist du."
     
 
     
Am 21. März ist das neue Presbyterium eingeführt worden
Das Wanheimer Presbyterium.
Oben links der neu gewählte Presbyter Karl Fäser. Daneben Marlene Dühr, Christian Meybohm und Gisela Topolski.
In der mittleren Reihe von links:
Friedrich Brand, Ullrich Götsch, Frank-Michel Rich, Anke Gimborn, Angela Stein und Andreas Rüdig, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hat und damit aus dem Presbyterium ausgeschieden ist.
In der vorderen Reihe von links:
Gerlinde Rittich, Walter Höschen, Regina Schroer, Ulrike Spoden-Niggemann und Ute Theisen.
Wanheim hat gewählt

Das "alte Presbyterium" ist auch das neue. So kann man das Wahlergebnis mit einem Satz zusammen fassen. Denn alle, die bisher im Presbyterium waren und sich zur Wiederwahl gestellt haben, sind auch wieder gewählt worden. Den durch das Ausscheiden von Andreas Rüdig frei gewordenen Platz hat Karl Faeser eingenommen, der als einziger von den drei "Neuen" genügend Stimmen erhalten hat.
Die Wahlbeteiligung lag bei 10,3 % und damit um einen Prozentpunkt höher als bei der Wahl vor vier Jahren. In Zahlen liest sich das so: Von den 2728 Wahlberechtigten Gemeindegliedern haben 282 ihr Wahlrecht ausgeübt, das sind neun mehr als bei der Wahl im Jahr 2000.
Die Zahl der Wählerinnen ist mit 180 genau gleich geblieben.
Jugendliche, die nach der Konfirmation erstmals wählen durften, haben von dieser Möglichkeit so gut wie keinen Gebrauch gemacht. Nur zehn junge Leute zwischen vierzehn und zwanzig haben gewählt, darunter acht Mädchen.
Achtbar abgeschnitten haben bei ihrem ersten Anlauf Birgit Adamczik und Marlies Hardacker-Haack, die 119 bzw. 117 Stimmen erhalten haben. Karl Faeser erhielt als der einzige "Neue" 144 Stimmen. Wieder gewählt wurden Marlene Dühr, 140 Stimmen, Walter Höschen, 201 Stimmen, Christian Meybohm, 223 Stimmen, Frank-Michael Rich, 172 Stimmen und Ulrike Spoden-Niggemann, 189 Stimmen. Im Gottesdienst am 21. März werden die neu gewählten Presbyteriums-mitglieder in ihr Amt eingeführt.

 
Die Wahl der Landeskirche

Rund 185.300 Gemeindemitglieder der Evangelischen Kirche im Rheinland gingen am Wahlsonntag an die Urnen, um ihre Presbyterien neu zu wählen. Damit betrug die Wahlbeteiligung 10,7 Prozent. Das sind 0,4 Prozent mehr als im Jahr 2000. Das ist ein Resultat der ersten Hochrechnungen des Statistischen Dienstes im Landeskirchenamt am Sonntagabend, 22 Uhr.
Neu zu besetzen waren ca. 4.500 Positionen in den Presbyterien der 812 rheinischen Kirchengemeinden, plus 1.100 Positionen von Mitarbeiterpresbyterinnen und -presbytern (zusammen 5.600 Plätze). Um die Plätze in den Leitungsgremien bewarben sich in diesem Jahr etwa 5.900 Kandidatinnen und Kandidaten (plus 1.200 kandidierende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), das sind ca. fünf Prozent weniger als im Jahr 2000.
In den 812 Gemeinden wurden für die Wahl rund 1.480 Wahlbezirke mit eigenen Vorschlagslisten zur Besetzung der Presbyterstellen gebildet. Nach dem heutigen Stand fanden in 529 Wahlbezirken, d.h. 41 Prozent, keine Wahl statt, da die Zahl der Wahlvorschläge (Kandidatinnen und Kandidaten) nicht größer war als die Zahl der zu besetzenden Plätze. Nach dem Presbyterwahlgesetz gelten die Vorgeschlagenen in solchen Fällen als gewählt.
Wahlberechtigt waren in den Wahlbezirken mit Wahl 1.730.000 Gemeindemitglieder, davon 55 Prozent Frauen. Erstmals zur Wahl gehen durften rund 94.000 junge Christinnen und Christen, die zwischen 16 und 20 Jahre alt bzw. konfirmiert - d.h. ggf. auch noch jünger - sind. Das entsprach einem Prozentanteil von 5,4 Prozent aller Wahlberechtigten. Bei der Wahl 2000 betrug die Gesamtzahl der Wählerinnen und Wähler 208.000 Personen (10,3 Prozent), im Jahr 1996: 240.000 Personen bzw. 11 Prozent.
Als Trend setzt sich, wie bereits in den vergangenen Wahljahren, die stärkere Beteiligung von Frauen in den Gemeindeleitungen fort. Die Zahl der Presbyterinnen beträgt nun 54,1 Prozent (= 4.646) von 8.589 Personen. Unter den gewählten Mitarbeiterpresbytern beträgt der Frauenanteil 60 Prozent (= 668 Frauen).
Unter den gewählten Presbyterinnen und Presbytern ist die Altersgruppe der 45 - 60-Jährigen mit 41,5 Prozent am stärksten vertreten, ähnlich wie im Wahljahr 2000 (41,7 Prozent). Die Zahl der Jüngeren, 18 - 30 Jahre alt, ging von 4,3 Prozent auf 3,0 Prozent weiter zurück. Neu: Die zweitstärkste Altersgruppe stellen jetzt die 60 - 74-Jährigen mit 28,9 Prozent. Im Jahr 2000 waren es noch 24,5 Prozent. Die 30 - 44-Jährigen sind mit 27,8 Prozent (= 2.700) weniger stark in den Presbyterien vertreten.
(Diese Mittelung der rheinischen Pressestelle basiert auf den Meldungen aus 54 Gemeinden bis Sonntagabend, 21.30 Uhr.)