Sport in der Gemeinde

 
2007 Duisburger Pfarrer beim Fußball ganz vorne

Die Schwarzen Engel kamen langsam, aber gewaltig. Beim achten Fußballturnier der Landeskirche wurden die Duisburger Kirchenkicker die Vizemeister. Insgesamt vierzehn Mannschaften kämpften auf dem Nebenplatz des Oberhausener Niederrheinstadions um den Präsespokal.

Die Start für die Duisburger war mehr als bescheiden. Durch zwei unglückliche 0:1 Niederlagen und ein Unentschieden lagen sie nach drei Spielen scheinbar aussichtslos hinten.
Dann kam es zum entscheidenden Spiel gegen die alten Rivalen aus Oberhausen. Die konnten sich noch Hoffnungen auf die Halbfinalteilnahme machen. Dafür musste ein Sieg gegen die Schwarzen Engel her. Für die Duisburger ging es nur noch darum, achtbar aus dem Turnier auszuscheiden. Peter Krogull gelang ein frühes Führungstor, dem rasch das 2:0 folgte. Oberhausen stellte jede Gegenwehr ein und kassierte drei weitere Treffer. Die Schwarzen Engel schöpften wieder Hoffnung. Der Ball lief, im nächsten Spiel wurde auch das junge Team aus Niederberg mit 5:0 abgefertigt. Nun musste noch ein Sieg gegen den Titelverteidiger aus Essen her. Kein Problem für die Duisburger, die jedem Ball nachsetzten und wieder klar mit 3:0 gewannen. Alle anderen Mannschaften spielten für Duisburg, so dass die Schwarzen Engel hinter den starken Kölnern als Gruppenzweite das Halbfinale erreichten.

Der Gegner im Halbfinale hieß Düsseldorf. Nach starken Regenfällen war der Platz aufgeweicht und von Pfützen übersät. Stephan Blank pflügte wie in alten Zeiten beim SV Wanheim den Rasen um und ließ hinten nichts anbrennen. Vorne trafen die Duisburger Stürmer um Peter Krogull und Jürgen Muthmann zweimal, damit war die Endspielteilnahme perfekt. Überraschend verloren die Kölner ihr Halbfinalspiel gegen ein Team aus Jülich, das sich offensichtlich mit ein paar Legionären verstärkt hatte. Auch die Duisburger Hobbykicker waren gegen die jungen Vereinsspieler chancenlos und mussten sich mit 1:3 geschlagen geben. Mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft waren die Schwarzen Engel hoch zufrieden. Sie konnten mit Recht singen: "Die Nummer Eins im Pott sind wir."

Mannschaftsbild, von links hintere Reihe: Dieter Bongarts, Hans Mennig, Dirk Strater, Okko Herlyn, Alexander Warnke, Jürgen Muthmann,
vordere Reihe: Peter Krogull, Friedrich Brand, Stephan Blank
Bild 2: Interessierte Beobachter beim Neun-Meter-Schießen zwischen Köln und Düsseldorf um Platz 3. In der Mitte: Helmut Müller, Oberhausener Organisator des Turniers
 
 
2008 Fußballturnier der Landeskirche spannend wie die EM
Präses Nikolaus Schneider eröffnet das Turnier.
 
Die strahlenden Vizemeister. Stehend von links: Dieter Bongarts, Stephan Blank, Dirk Klatt, Okko Herlyn, Hans Mennig. Sitzend von links: Jürgen Muthmann, Kai Saromski, Stefan Müller, Peter Krogull, Frido Brand
Dreizehn Mannschaften aus Kirchenkreisen und Einrichtungen der rheinischen Landeskirche spielten zum neunten Mal untereinander den rheinischen Fußballmeister aus. Der Sieger konnte den vom Präses gestifteten Pokal mit nach Hause nehmen. In dem vom Platzwart hervorragend hergerichteten Leichtathletikstadion eröffnete Präses Nikolaus Schneider mit Segenswünschen an alle Hobbykicker den sportlichen Wettkampf. Er selbst, der früher in Hüttenheim das kleine ABC des Fußballspielens gelernt hatte, konnte nicht aktiv ins Geschehen eingreifen. Dafür gaben seine Männer aus dem Landeskirchenamt alles, um endlich einmal ins Halbfinale vorzustoßen.
Die zwei Gruppen von jeweils sechs und sieben Mannschaften waren sehr ausgeglichen besetzt, es konnte nahezu jeder jeden schlagen. Einzige Ausnahme war die Mannschaft aus Jülich, die in der Sechsergruppe ihre fünf Spiele allesamt gewann. In der Siebener Gruppe standen am Ende drei Mannschaften punktgleich an der Spitze, die Tordifferenz machte den kleinen, aber bedeutsamen Unterschied. Mit nur einem Tor Abstand zum Zweiten, den Schwarzen Engeln Duisburg, mussten die Kölner nach Hause fahren. Erster wurde die Mannschaft der Zusatzversorgungskasse aus Dortmund.
In der Sechsergruppe belegte der Kirchenkreis Oberhausen den zweiten Platz. Nach torlosen dreizehn Minuten im Halbfinale konnten die Oberhausener das Neunmeterschießen für sich entscheiden und zogen ins Endspiel ein. In dem anderen Halbfinale hatten es die Duisburger mit den Jülichern zu tun, die bis dahin noch kein Gegentor kassiert hatten. Gegen die Favoriten aus dem Westen der Landeskirche gingen die Schwarzen Engel sehr konzentriert zu Werke. Die starke Abwehr um Pfarrer Stephan Blank erlaubte den schnellen Jülicher Stürmern keine wirkliche Torchance. Die Duisburger kämpften um jeden Ball und wurden belohnt. Mit einem 2:0 Sieg machten sie den Weg ins Endspiel klar. Dieses war an Dramatik kaum zu überbieten. Oberhausen ging durch seinen dribbel- und schussstarken Verwaltungsleiter Stefan Ebert in Führung. Kurz vor Schluss konnten die Schwarzen Engel ausgleichen. Wieder musste das Neun-Meter-Schießen die Entscheidung bringen. Wie vor sechs Jahren, als sich schon einmal beide Mannschaften im Endspiel gegenüber standen, erwiesen sich die Oberhausener Schützen als nervenstärker und verwandelten vier ihrer fünf Bälle.
Die Duisburger scheiterten zweimal an dem hervorragenden Oberhausener Torwart, damit holte sich Oberhausen den Pokal. Auch die Duisburger konnten stolz auf ihre Leistung sein. Wie im vergangenen Jahr wurden sie Vizemeister und stehen damit in der "ewigen" Rangliste direkt hinter Oberhausen.