Konfirmation 2003

 
18. Mai 2003
18. Mai 2003
Aus Gründen des Datenschutzes mußten die Namen leider entfernt werden.
 


vor 2 Jahren

 
Dank (Galina und Vanessa)

A
Gott ist meine Stärke und mein Schild;
auf ihn hofft mein Herz und ist fröhlich.

B
Ich danke Gott, dass ich lebe.
Er hat mich bisher beschützt
und auf mich aufgepasst.
Ich habe ein schönes Zuhause und genug zu essen.
Dankbar bin ich vor allem für meine Familie.
Wir sind gesund, es geht uns gut.

A
Ich danke Gott, dass er den Weg mit mir geht
und immer in meiner Nähe ist.
Er beschützt mich vor dem Bösen.
Ich bin froh, dass wir bei uns keinen Krieg hatten.
Und ich vertraue darauf,
dass er auch weiterhin schützend seine Hand
über mich hält.

B
Gott versteht mich so wie ich bin.
Er kennt auch meine dunkle Seite und hilft mir,
schwierige Situationen zu überwinden.
Ich muss keine Angst haben;
denn ich bin nie allein,
auch dann nicht, wenn ich Probleme habe.
Gott ist bei allen Menschen, die an ihn glauben.
Er vergibt uns unsere Fehler und hilft uns,
uns zu ändern.
Ich will ihm danken und zeigen,
wie lieb ich ihn habe.
Amen.

Gebet vor der Lesung
Lange haben wir den heutigen Tag vorbereitet,
haben uns auf ihn gefreut - nun ist er da.
Gott, wir bitten dich:
Lass den heutigen Tag zu einem richtigen Festtag werden,
an den wir uns später gern erinnern.
Schenke ihm durch dein Wort und deinen Geist Tiefe, die
trägt - auch über diesen Tag hinaus.
Öffne unsere Ohren und Herzen, dass wir hören, was du uns sagen willst.
Amen.

Lesung Matthäus 11,25-30
Zu der Zeit fing Jesus an und sprach:

Alles ist mir übergeben von meinem Vater;
und niemand kennt den Sohn als nur der Vater;
und niemand kennt den Vater als nur der Sohn
und wem es der Sohn offenbaren will.

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir;
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


Gedanken zum Text:
Was wir von Jesus glauben (Nina, Katharina, Galina)

A
Der Text sagt: Jesus hat Gott neu unter den Menschen bekannt gemacht.
Durch Jesus wissen wir, wer Gott ist.
Er hat den Menschen gezeigt, was Gott will,
wie Gott den Menschen hilft
und was Menschen selber tun können,
damit es friedlich und gerecht in der Welt zugeht.
Deshalb ist Jesus sehr wichtig für unseren Glauben.

B
Wir glauben von Jesus:
Er hat Wunder vollbracht und viele Leute geheilt.

C
Er war immer nett zu den Leuten,
ein Freund aller Menschen,
er hilft sehr vielen.

B
Ich bin mir nicht sicher, ob es ihn jemals gab.
Wenn doch, ist er nicht so ein guter und perfekter Mensch gewesen.
Er hatte bestimmt auch Schwächen.

C
Ich glaube von Jesus, was in der Bibel steht.
Das Wichtigste ist: Er ist auferstanden
und er leitet mich auf meinen Wegen.

Welche Weisungen Gott uns gibt (Nina, Katharina, Galina)

A
Jesus leitet Menschen auf ihren Wegen.
Denn von ihm wissen wir, was Gott will,
auch was Gott von uns will.
Aus unseren Konfirmationssprüchen hören wir bestimmte Weisungen von Gott:

B
Ich soll mit allem, was ich tue, ehrlich sein.
Ich soll nicht lügen und meine Versprechen halten.

C
Ich möchte versuchen,
anderen Menschen beizubringen,
dass wir nicht nur das Äußere betrachten,
sondern das Innere;
denn das ist das Wichtigste.

B
Ich möchte andere Menschen so annehmen
wie sie sind und niemals andere Leute
mit Vorurteilen beurteilen.

C
Frieden hängt von jeder einzelnen Person ab.
Ich soll keinen Streit anfangen.
Wenn jemand mir Böses tut, soll ich es nicht mit Bösem vergelten.
Sondern ich soll versuchen, mit guten Worten
den Streit aus der Welt zu schaffen.

B
Gott wird mich immer auf irgendeine Art durch mein Leben begleiten.
Ihn soll ich lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem
Gemüt und von allen Kräften.

C
Wenn mir das gelingt, dann kann ich immer fröhlich sein.

Was uns belastet (Carsten und Dennis)

A
Leider gelingt es uns nicht immer, das Richtige zu tun. Oft machen uns auch andere Menschen oder äußere Umstände das Leben schwer.

B
Mich belastet, dass ich oft zu wenig Zeit habe
für Freunde und Family.
Der Tag ist zu kurz.
Zu viel davon nimmt die Schule weg,
weil sie so lang ist.

A
Mich belastet die Schule und das Lernen.
Ich hasse die Schule, besonders Mathe.
Ich finde die Schule entsetzlich.

B
Mich belastet Stress mit der Familie
und dass ich manchmal nicht verstanden werde.

A
Der Konflikt der Menschen im Kleinen oder im Großen belastet mich. Die Prügeleien auf dem Schulhof und die Kriege unter den Völkern.

B Der Krieg, der in der Welt ist, belastet mich sehr.
Er lässt die Welt auseinander fallen.

Was die Lasten leichter macht (Nina, Carsten, Dennis)

A
Jesus lädt ein: Kommt her zu mir alle, die ihr mit Sorgen und
Ängsten belastet seid.
Ich will eure Lasten leichter machen.
Ich will euch helfen, sie zu tragen.

B
Was uns unsere Lasten leichter macht,
sind andere Menschen:

C
Meine Familie. Freunde.
Wenn ich mit Freunden, die ich gern habe wie meine Familie,
etwas Schönes erlebe.

B
Wenn ich mit meiner Mutter oder mit meiner Freundin über
das rede, was mich belastet. Mit meinen Mitmenschen zu
reden, macht alles leichter.

C
Mir hilft es zu wissen, dass es Leute gibt, die an mich glauben,
die mir helfen und mir vertrauen.

B
Ich finde es entlastend, wenn ich schöne Zeiten erlebe:
Feiertage oder das Wochenende.

C
In Bezug auf den Krieg erleichtert es mich, dass es Leute gibt,
die gegen den Krieg demonstrieren,
unsere Lasten leichter machen.


Konfirmation - Stärkung für den Lebensweg (Friedrich Brand)

Ihr habt nun eure Gedanken zu dem Text vorgetragen. Ich will ein paar von mir hinzufügen.
Jesus sagt: "Kommt her zu mir." In der Gemeinde ist Jesus heute lebendig. Die Gemeinde ist der Leib Jesu. Und zwar nicht nur die Gemeinde hier. Alle Gemeinden auf der ganzen Erde. Jede für sich und alle miteinander. So groß und umfassend ist Jesu Leib heute.

Vor zwei Jahren hat euch die Gemeinde eingeladen: Kommt her. Ihr seid gekommen. Zwei Jahre habt ihr mehr oder weniger regelmäßig am Unterricht und an den Gottesdiensten teilgenommen. Manche von euch haben das als eine Last empfunden. Zusätzlich zu Schule und Verein nun auch noch das. Manche von euch sind ganz gern gekommen.

Kommt her, sagt Jesus. So lädt heute in seinem Namen die Gemeinde ein. Warum sollen die Menschen kommen? Weil Jesus ihnen etwas Gutes zu bieten hat. Weil Jesus den Menschen helfen will, ihr Leben zu bestehen. Weil Jesus Menschen froh machen will. "Ich will euch erquicken." So sagt er. In einer neueren Bibelübersetzung heißt es: "Aufatmen sollt ihr und frei sein." (Jörg Zink)
Etwas davon solltet ihr erleben und erfahren in der Konfirmandenzeit. Deshalb gestalten wir den Unterricht hier in Wanheim so, dass ihr euch frei und ungezwungen darin fühlen könnt.
Es gibt ein paar Regeln, die müssen sein, sonst kann man nicht zusammen leben. Ihr solltet regelmäßig zum Unterricht kommen, euch in die Gruppe einfügen. Das war´s auch schon, was euch an Zwängen auferlegt wurde. Ihr musstet nichts auswendig lernen, wie noch eure Eltern in ihrer Konfirmandenzeit. Ihr musstet keine schriftlichen Hausaufgaben machen. Oft haben wir in der Unterrichtszeit Spiele gemacht, im Sommer sind wir einige Male nach draußen in den Park gegangen und haben da Fußball gespielt. Ihr solltet Gemeinde kennen lernen als eine Gemeinschaft von Menschen, wo es Spaß macht, dabei zu sein.

Jesus will Menschen, die zu ihm kommen, froh machen. So soll es auch in der Gemeinde sein. Menschen, die dorthin kommen, sollen aufatmen, Lasten ablegen und sich freuen können.
Ihr habt ein paar Sätze aufgeschrieben zu der Frage: Was euch Lasten leichter macht. Eine Antwort, die von vielen gekommen ist: Es sind andere Menschen. Menschen, mit denen man reden kann, die aufmerksam zuhören und einen verstehen.
Solche Menschen habt ihr in euren Familien und unter euren Freundinnen und Freunden. Solche Menschen findet ihr auch in der Gemeinde.

Jesus sagt: Kommt her, ich will euch froh machen. Aber nicht nur so, dass Jesus uns etwas gibt, seine Nähe, seine Gemeinschaft, seine Aufmerksamkeit für uns. Jede Beziehung besteht in einem Geben und Nehmen. Jesus will auch etwas von uns. Oder besser: Er will etwas mit uns. Er sagt: "Nehmt auf euch mein Joch".
Ein Joch ist ein Gerät, das früher die Bauern gebrauchten. Sie spannten es zwischen zwei Ochesen. Und deann zogen die Ochsen den Pflug. Ein Joch dient also dazu, schwere Arbeiten zu verrichten oder Lasten zu tragen.

"Mein Joch ist leicht", sagt Jesus. Denn sein Joch, das ist die Verbindung mit Gott. Sein Joch ist der Glaube. Den Glauben, den sollen wir von Jesus lernen. Wie er sollen wir unser Leben in Beziehung zu Gott sehen. "Nehmt auf euch mein Joch." Dazu werdet ihr heute noch einmal ausdrücklich aufgefordert. Nehmt den Glauben als eine ständige Verbindung mit Gott an.
Wir können uns den Glauben bildlich vorstellen mit Hilfe eines Jochs. Auf der einen Seite sind wir. Wir tragen unser Leben, die Mühen und Sorgen des Alltags. Auf der anderen Seite ist Gott. Er trägt mit uns. So hilft der Glaube, Lasten zu tragen. Der Glaube kann Lasten leichter machen.
"Woher wollen wir das wissen?" So habt ihr manchmal gefragt. "Man sieht Gott nicht." Das ist wahr. So wir uns gegenseitig sehen, können wir Gott nicht sehen. Aber so ist es mit manchem. Wir können die Luft nicht sehen, die wir atmen. Trotzdem ist sie da. Wir sehen die Wellen nicht, die durch die Luft schwirren. Trotzdem sind sie da. Wir empfangen ein Bild auf dem Bildschirm und wissen nicht, wo es herkommt und wie es zu uns zukommt. Wir empfangen Botschaften auf dem Handy. Wir sehen nicht, wie sie zu uns kommen. Wir hören und sehen nur, dass sie plötzlich da sind.
So sehen wir Gott nicht. Aber wir haben Botschaften von ihm: Seine Gebote, seine Weisungen. Manchmal spüren wir Menschen auch spüren, wie Gott da ist mit seinem Geist, wie er uns tröstet und Mut macht. Viele Menschen können das mit ihren eigenen Erfahrungen bestätigen.
Ich habe eine Person vor Augen, die schwer erkrankt ist. Aber sie glaubt unerschütterlich daran, dass Gott ihr hilft und dass sie mindestens neunzig Jahre alt wird. Dieser Glaube gibt ihr Zuversicht. Trotz ihrer schweren Erkrankung ist sie guten Mutes.

Der Glaube ist eine Lebenshilfe in jedem Alter und jeder Lebenslage. Wenn ich euch Jugendliche sehe, denke ich: Es ist bestimmt auch eine Last, immer cool sein zu müssen. Denn cool sein heißt, hinter der coolen Fassade mich selbst vor anderen verbergen. Was ich denke und fühle, das verstecke ich. Weil Gefühle zeigen uncool ist.
Der Glaube sagt: Du bist gut so, wie du bist. Du musst nichts von dir verstecken. Du kannst sein wie du bist.
Auch das wollen wir hier in der Gemeinde euch jungen Menschen rüberbringen: Hier ist jeder und jede akzeptiert. Jeder und jede wird als eigene Persönlichkeit angenommen und ernst genommen.

Das Joch, von dem Jesus spricht, die Verbindung mit Gott, ist zugleich eine Verbindung mit anderen Menschen. Nicht nur mit solchen, die man gern hat. Auch mit Menschen, mit denen wir persönlich gar nichts zu tun haben. Aber ihr Schicksal geht uns trotzdem etwas an, weil wir gemeinsam als Menschen auf dieser Erde leben und weil Gott, der Schöpfer aller Menschenkinder ist. Alle sind miteinander verbunden, weil sie von dem einen Gott und Vater abstammen.

Deshalb haben wir uns im vergangenen Sommer mit jungen Menschen befasst, die nicht wie ihr ein warmes Zuhause haben. Sie haben nicht reichlich Klamotten, mehr als genug zu essen und zig Möglichkeiten, sich zu zerstreuen. Sie suchen auf Müllkippen nach Sachen, die sich wieder verwerten lassen. Dafür bekommen sie einen Hungerlohn.

Am Anfang dieses Jahres haben wir uns beschäftigt mit den Menschen im Irak und dem Krieg, der gegen sie geführt wurde. Wir haben festgehalten: Wer an Gott glaubt, der kann und darf nicht gegen andere Menschen Krieg führen. Sondern der muss zusehen, dass es auf der Erde gerecht zugeht.
Ihr werdet heute konfirmiert. Ihr braucht nicht mehr zum Unterricht zu kommen. Aber zum Gottesdienst sollt ihr ruhig weiter kommen. Und vor allem sollt ihr weiter als Christen leben. Und das heißt vor allem: Ihr sollt Frieden halten mit anderen Menschen. Die anderen als Menschen wahrnehmen und respektieren.

Und ihr sollt euch mit anderen zusammen einsetzen für friedliche und gerechte Verhältnisse unter den Menschen. Das ist die Aufgabe eines jeden Christen.
Diese Aufgabe ist manchmal schwer. So ein Joch ist auch eine Last. Der Glaube ist nicht nur und nicht immer das reine Vergnügen. Glauben bedeutet auch etwas tun für die Allgemeinheit, für andere Menschen links und rechts neben mir, für den Frieden auf der Erde. Die Konfirmation stärkt euch, in diesem Glauben zu bleiben. Amen.


Was die Konfirmation für uns bedeutet (Torben, Timm)

  • Konfirmiert sein bedeutet für uns:
  • Wir werden in die Gemeinde aufgenommen.
  • Uns wird bestätigt, dass wir Mitglied der Kirche sind.
  • Wir haben uns mit Gott und mit Jesus befasst.
  • Wir glauben an Gott und wir bekennen uns dazu, dass wir zur Gemeinde gehören.
  • Das bedeutet, dass wir in der Gemeinde Verantwortung übernehmen.
    Zum Beispiel können wir Pate werden.
  • Wir können irgendwo in der Gemeinde mithelfen, uns einer Gruppe anschließen.
    Und wenn wir selber Geld verdienen, zahlen wir Kirchensteuer.
  • Dieser heutige Tag ist für uns auch ein Schritt auf dem Weg, erwachsen zu werden.

Segen für die Lebensreise

Die Konfirmation ist eine Stärkung für den Lebensweg. Ein Schritt auf dem Weg, erwachsen zu werden.
Erwachsene Mitglieder der Gemeinde seid ihr von nun an. Wir haben darüber gesprochen, was das bedeutet.
Ihr habt stärkende und ermutigende Worte mit auf den Weg bekommen. Jetzt soll euch die Stärkung des Glaubens auch durch eine besondere Geste zuteil werden, durch den Segen.
Der Segen besteht aus Worten und einer Geste. Ihr bekommt ein Wort der Bibel zugesprochen, euren Konfirmationsspruch, den ihr euch ausgesucht habt. Dieser Spruch soll euch immer daran erinnern: Gott hat uns Menschen sein Wort gegeben. Er redet mit uns. Er ist für uns da.
Dann lege ich euch meine Hände auf. Daran sollt ihr spüren: Gott rührt euch an mit seiner Kraft.
Anschließend zündet ihr die Kerze an, die ihr als eure Konfirmationskerze verziert habt. Sie erinnert noch einmal daran: Es scheint ein Licht auf eurem Weg. Jesus, der das Licht der Welt ist. Dieses Licht wird euch immer leuchten. Und ihr sollt selber ein Licht sein, selber anderen Menschen ihren Weg hell machen.


Wünsche der Eltern (Klaus Dings, Brigitte Eichhorn-Rejek)

A
Liebe Jungen und Mädchen,
im Namen eurer Eltern wollen wir beide euch gute Wünsche mit auf den Weg geben.

B
Ihr seid jetzt konfirmiert. Die Kirche hat euch zu ihren mündigen Mitgliedern erklärt.
Ihr seid auf dem Weg, erwachsen zu werden.

A
Wir haben euch bisher begleitet und wollen das auch weiterhin tun.
Ihr sollt wissen, dass ihr in euren Familien immer einen Halt habt.
Wir Eltern wollen euch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen,
wenn ihr uns braucht. Ihr könnt immer zu uns kommen.
Was auch sein mag, wir sind für euch da.

B
Für eure Zukunft wünschen wir euch viel Spaß und Freude am Leben.
Verliert nie den Humor. Habt Zuversicht und Optimismus,
einen klaren Blick für das, was ihr euch vornehmt.
Verfolgt eure Ziele selbstbewusst und geradlinig.

A
Wir wünschen euch, dass ihr die Möglichkeit habt,
eure Fähigkeiten weiter zu entwickeln,
dass ihr einen guten Beruf lernt,
eine Arbeitsstelle erhaltet
und euren Platz in der Gesellschaft findet.

B
Behaltet die Gabe, nicht nur an euch selbst zu denken,
sondern auch an eure Mitmenschen.
Seid tolerant anderen Menschen gegenüber, verzichtet auf Gewalt, nehmt eure Verantwortung wahr für euer eigenes Leben und für die Gemeinschaft, in der ihr lebt.

A
Bewahrt euch Offenheit für den Glauben.
Seht zu, dass ihr hin und wieder den Weg in die Kirche findet.

B
Für heute wünschen wir uns, dass wir weiterhin einen schönen Tag miteinander erleben, der uns allen in guter Erinnerung bleibt.


Bitten (Dennis, Tanja, Katharina)

A
Gott, du unsere Stärke und unser Schutz,
auf dich hofften wir.
Wir beten zu dir und bitten dich
um ein langes Leben, um Gesundheit und Glück.
Lass uns noch lange mit unserer Familie
zusammen bleiben.

B
Hilf uns an schweren Tagen.
Führe uns weiter in unserem Leben,
hilf uns, für die Zukunft den richtigen Weg
zu finden.
Lass uns spüren auf unseren Lebenswegen,
dass du uns verstehst, so wie wir sind.

C
Gott, du willst, dass wir Menschen
untereinander Frieden halten.
Wir bitten dich um mehr Frieden in der Welt.
Es soll keinen Krieg mehr geben.
Die Menschen sollen lernen,
friedlich zusammenzuleben.

A
Gott, gib den Menschen Kraft und Mut,
dass sie aufhören zu hassen
und Böses mit Bösem zu vergelten.

B
Hilf denen, die eine dunkle Seele haben.
Lass Licht in ihr Herz fallen,
dass sie sich am Leben freuen
und anderen Menschen Gutes tun.

C
Du bist der Vater aller Menschenkinder.
Mit allen, die an dich glauben, beten wir gemeinsam:

Vater unser im Himmel...

 
Konfiramtion 2003
 
08. Juni 2003
Konfirmation 8. Juni 2003
Aus Gründen des Datenschutzes mußten die Namen leider entfernt werden.
 
Vor 2 Jahren...
Vor 2 Jahren
 

Dank (Christina, Melanie, Annabel)

A
Barmherzig und gnädig ist der Herr,
geduldig und von großer Güte.

B
Gott, reichlich haben wir deine Güte
in unserem Leben erfahren.
Wir wollen dir heute Morgen danken
für alles Gute, das du uns getan hast.

C
Ich danke dir, dass ich lebe
und dass ich so bin wie ich bin.

B
Du nimmst mich an so wie ich bin
und verachtest mich nie.
Du bist immer für mich da und für jeden Menschen.

C
Ich danke dir für meine Familie,
dass ich ein Zuhause und genug zu Essen habe.
Wir sind gesund, wir können in Frieden leben,
es geht uns gut.

B
Ich bin dankbar, dass ich so hilfsbereite Freunde habe,
ich bin nicht allein.

A
Ich danke Gott, dass ich glauben kann.
Der Glaube ist ein Licht in der Dunkelheit.
Er führt uns auf unseren Wegen.

B
Ich danke dir, Gott, dass du mich bisher so gut
gelenkt und geleitet hast.
Du beschützt mich und alle, die ich kenne.

C
Du hilfst uns.
Du zeigst allen, die an dich glauben,
dass du uns liebst.

A
Ich will danken dafür, dass ich vertrauen kann und
dass du mein Vertrauen nicht ins Leere laufen lässt.
Wenn es auch so scheint,
als könntest du mir nicht helfen,
so hilfst du am Ende dennoch
auf deine eigene Art und Weise.

B
Es ist ein Glück, dass ich glauben kann.
Ich danke Gott, dass ich glücklich bin.
Amen.

Gebet vor der Lesung
Lange haben wir den heutigen Tag vorbereitet,
haben uns auf ihn gefreut - nun ist er da.
Gott, wir bitten dich:
Lass den heutigen Tag zu einem richtigen Festtag
werden, an den wir uns später gern erinnern.
Schenke ihm durch dein Wort und deinen Geist Tiefe,
die trägt - auch über diesen Tag hinaus.
Öffne unsere Ohren und Herzen,
dass wir hören, was du uns sagen willst.
Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte
(Tina, Annika)

Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle,
die zu Jesus hielten, versammelt.
Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen,
wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht.
Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte,
und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder.
Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen zu reden,
jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab.
Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt,
die sich dort niedergelassen hatten.
Sie waren ganz verwirrt, denn jeder hörte die Jünger in seiner
eigenen Sprache reden.
Außer sich vor Staunen riefen sie: "Die Leute, die da reden, sind
doch alle aus Galiläa! Wie kommt es, dass jeder von uns sie in
seiner Muttersprache reden hört?"
Andere machten sich darüber lustig und meinten:
"Die Leute sind doch betrunken!"
Da stand Petrus auf, und die elf anderen Apostel mit
ihm, und er rief laut:
"Lasst euch erklären, was hier vorgeht; hört mich an!
Wir sind nicht betrunken, wie ihr meint.
Nein, hier geschieht, was Gott durch den Propheten Joël
angekündigt hat. So spricht Gott:
'Es kommt die Zeit, dann gieße ich über alle Menschen
meinen Geist aus.
Junge Leute haben Visionen, und die Alten haben Träume.
Über alle, die mir dienen, Männer und Frauen,
gieße ich zu jener Zeit meinen Geist aus,
und sie werden mit Freude von meinen Wundern erzählen.`

Was der Prophet vorausgesagt hat, ist nun geschehen.
Jesus von Nazaret hat machtvolle Zeichen und Wunder getan.
Gott selbst hat sie durch ihn bewirkt.
Menschen, die Gott nicht kennen, haben ihn ans Kreuz schlagen
und töten lassen. Aber Gott hat ihn aus der Gewalt des Todes
befreit und zum Leben erweckt.
Wir alle sind dafür Zeugen.
Er wurde zu dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite erhoben
und erhielt von seinem Vater den Heiligen Geist. Den hat er über
uns ausgegossen.
Was ihr hier seht und hört,
sind die Wirkungen dieses Geistes!
Dieses Wort traf die Zuhörer mitten ins Herz, und sie fragten
Petrus und die anderen Apostel:
"Was sollen wir tun?"
Petrus antwortete: "Glaubt an Jesus Christus. Lasst euch taufen auf seinen Namen und bekennt euch zu ihm. Dann wird Gott euch seinen Heiligen Geist schenken."


Gedanken zum Text (Vivien, Kristina, Melanie)

A
Der Geist, der über die Jünger Jesu ausgegossen wurde, hat ihnen Mut gemacht.
Sie haben angefangen, anderen Leuten zu erzählen, was sie mit Jesus erlebt haben.
Voller Begeisterung haben sie geredet.
Sie haben andere mit ihrer Begeisterung angesteckt.

B
Wir haben uns gefragt, was uns begeistert,
so dass wir davon angesteckt werden.

C
Mich begeistert das ganze Leben
mit allem drum und Dran.

B
Mich begeistert ein friedliches miteinander Leben, dass ich Liebe und Geborgenheit bekomme und dass ich mich freuen kann.

C
Mich begeistern meine Familie
und natürlich meine Freundinnen und Freunde,
die Rheinclique.

B Mich begeistern Actionfilme, das Fernsehen,
Musik, Tanzen.

C
Mich begeistern Pferde und Reiten,
Fußball spielen.

B
Ich bin begeistert, wenn ich Geburtstag habe
oder wenn Weihnachten ist.

C
Mich begeistern Ferien und Feiertage.

B
Ich habe viele Dinge, die mich begeistern.
Und wenn ich Probleme habe,
kann ich darüber reden.
Es begeistert mich, dass es mir so gut geht.


Anmerkungen zu den Äußerungen der Jugendlichen (Pfarrer Brand)

Ihr habt es nicht gesagt, aber aus eurem Verhalten geht es hervor: Eine gewisse Begeisterung ist auch in euch vorhanden für das, was wir hier in der Gemeinde machen. Ohne die hättet ihr nicht die zwei Jahre durchgehalten.
Natürlich lockt euch auch die Konfirmation, dieses schöne Fest und die Geschenke, die ihr bekommt. Das ist sehr begeisternd. So soll es ja auch sein. Dieser Tag soll euch begeistern. Aus der Sicht der Gemeinde soll euch dieser Tag anstecken, der Kirche, der Gemeinde und vor allem dem Glauben treu zu bleiben.

Es ist in den zwei Jahren einiges geschehen, wozu ihr euch habt anstecken lassen. Wir haben das in unserer vorletzten Unterrichtsstunde zusammen getragen.
Ihr seid angestiftet worden, zur Kirche zu gehen. Zwei von euch haben das mit solche Begeisterung getan, dass sie zwei von unseren Gottesdienstpässen voll bekommen haben und dazu noch eine selbst gemachte Karte. Insgesamt vierundvierzig Mal sind die beiden in knapp zwei Jahren zum Gottesdienst gegangen.
Andere von euch haben sich anstiften lassen, selber im Gottesdienst mitzumachen. Sie gestalten den Kindergottesdienst, der hier einmal im Monat angeboten wird.
Ihr habt alle guten Willen gezeigt, wenn es darum ging, in der Gemeinde mitzuhelfen. Jedes Vierteljahr laden wir die Senioren und Seniorinnen unserer Gemeinde zu einem festlichen Nachmittag ins Gemeindehaus ein. Ihr habt ein paar Mal die Adressen auf die Einladungskarten geklebt und einen ganzen Teil davon auch selbst verteilt.
Im vergangenen Jahr war die Frage: Ist jemand bereit, sich um zwei alte Menschen in der Gemeinde zu kümmern. Die Frau sitzt im Rollstuhl. Sie möchte mal einkaufen oder einfach am Rhein spazieren fahren. Zwei Jungen haben sich gefunden, die regelmäßig einmal in der Woche mit der alten Dame ausgefahren sind. Inzwischen ist der alte Herr verstorben, die Frau ist umgezogen in ein Pflegeheim in Oberhausen.

Wir haben miterlebt, wie auch einer in der Gruppe ein schlimmes Leid widerfahren ist. Die Mutter ist gestorben, natürlich gehen heute die Gedanken zu ihr. Es wäre schön, wenn sie dabei wäre. Ich glaube, dass sie auch dabei ist.
Eine andere aus unserer Gruppe hat in den vergangenen Tagen noch einen traurigen Verlust erlebt. In unserer letzten Gruppenstunde im Gemeindehaus wurde sie von ihrer Mutter herausgerufen: Die Oma ist plötzlich gestorben.
Ich bin sicher: Die Verstorbenen werden ihre guten Gedanken zu uns senden oder als ein Engel in der Nähe ihrer Lieben sein. Wie Jesus lebt bei Gott, so leben auch unsere Verstorbenen. Sie leben bei Gott im Licht.
Eine von euch hat über dieses Licht geschrieben: "Für mich ist Licht ein Symbol für Jesus Christus. Licht steht für Wärme, Geborgenheit, Liebe, und man fühlt sich nicht alleine. Der glaube an Jesus Christus ist wie Licht in der Dunkelheit."

Ich finde es begeisternd, dass ihr so etwas denken und schreiben könnt. Eine andere hat geschrieben: "Ist der Glaube nicht irgendwie auch ein Glück?"
Ich finde, es ist ein Glück, es ist begeisternd, wenn man glauben kann: Wir Menschen sind nicht alles und nicht allein. Es ist ein Gott da. Von dem kommen wir; denn er hat uns geschaffen. Mit ihm leben wir; denn er ist bei uns alle Tage. Zu ihm kehren wir zurück; denn niemand kann tiefer fallen als in Gottes Hand. Und manchmal spüren wir, wie unsere Lieben aus der neuen Welt Gottes einen Hauch ihrer Liebe zu uns hinüberwehen lassen.
Liebe zum Nächsten, Freundlichkeit dem Menschen gegenüber, der mir begegnet - das ist der wesentliche Inhalt unseres Glaubens.
Der Nächste ist auch der, der mir durch Zeitung und Fernsehen begegnet, der ferne Nächste. Ebenfalls im vergangenen Jahr haben wir uns mit Jugendlichen befasst, die in völliger Armut leben. Sie haben kein Dach über dem Kopf, die Eltern haben kein regelmäßiges Einkommen. Die Kinder müssen selbst zusehen, wie sie etwas zu Essen bekommen. Auf Müllkippen sammeln sie Sachen, die sich wieder verwerten lassen. Die verkaufen sie für ein paar Cent an einen Händler. Weil sie den ganzen Tag auf der Müllkippesammeln müssen, haben sie keine Zeit, in die Schule zu gehen.
Ihr habt euch anstiften lassen, diese Menschen und ihren vollkommen anderen Tagesablauf wahrzunehmen. Das hat euch dazu gebracht, über euren eigenen Lebensstil nachzudenken.

In diesem Jahr hat uns der Krieg im Irak lange beschäftigt. Am Anfang unserer gemeinsamen Zeit ist der Anschlag auf die Symbole der Weltmacht Amerika geschehen. Danach haben wir die Vergeltungsschläge in Afghanistan und jetzt im Irak erlebt. Wir haben Filme angesehen, die uns gezeigt haben, was diese Kriege für die betroffenen Menschen bedeuten. Wir haben gesehen und gehört, was die Kirche zu diesen Kriegen sagt. Ich hoffe, ihr nehmt diese Überzeugung mit aus unserer gemeinsamen Zeit: Christen treten für den Frieden ein. Sie verurteilen den Krieg und sagen: Krieg ist Unrecht. Wer Krieg führt, begeht Unrecht.

Es kommt einiges zusammen, wozu ihr euch habt anstecken lassen. Zum Zeichen dafür haben wir an der Wand das Transparent aufgehängt. Feuerzungen, wie sie über den Jüngern geschwebt haben, als der Heilige Geist über sie kam. Mittendrin seid ihr. Einer hat euch angesteckt. Wir singen gemeinsam das Lied:
Einer hat uns angesteckt

Wozu die Kirche da ist (Christina, Oli)

A
Petrus hat in seiner Pfingstpredigt voller Begeisterung von Jesus erzählt. Er hat mit seiner Begeisterung andere angesteckt. Die haben Petrus gefragt, was sie tun sollen. Und Petrus hat gesagt: "Glaubt auch an Jesus. Lasst euch taufen. Werdet Teil der Gemeinde. Lebt und handelt in Jesu Namen."
So ist zu Pfingsten die Kirche entstanden. Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche.
Wir werden heute durch die Konfirmation zu erwachsenen Mitgliedern der Kirche erklärt.
Wie wir die Kirche sehen, wozu sie da ist - auch dazu haben wir uns Gedanken gemacht und unsere Gedanken aufgeschrieben.

B
Die Kirche ist dazu da, um Gottesdienst zu feiern, zu singen und zu beten und mit Gott zu sprechen.

A
Sie ist dazu da, um einen Treffpunkt zu haben, wo man mit anderen zusammen sein kann.
In der Kirche versammelt sich die Gemeinde an bestimmten Tagen.
B Die Kirche schließt alle Mensche zusammen.

In der Kirche wird der Glaube gelebt. Man spricht auch über den Glauben. Die Kirche dient auch dazu, dass Leute aufwachen zum Glauben.

A
Man kann in der Kirche einen Unterschlupf finden, wenn man mal allein ist. Man kann mit Gott reden, wenn man keinen anderen hat, mit dem man reden kann.

B
Die Kirche ist dazu da, Menschen zu taufen, zu konfirmieren, zu trauen und zu beerdigen.

A
Sie soll den Menschen helfen, an Jesus zu glauben.

 

Gedanken dazu (Pfarrer Brand)

Die Kirche - das klingt so, als wäre sie etwas Fremdes, eine Einrichtung irgendwo neben uns. Dabei ist es doch so: Die Kirche sind wir. Wir, die Menschen, die in Jesu Namen getauft sind, wir sind die Kirche, wir sind die Gemeinde hier vor Ort.
Das heißt: Was die Kirche ist, was die Gemeinde tut, dafür sind alle mitverantwortlich, die zu ihr gehören. Ihr werdet das gleich auch selbst noch sagen, worin ihr eure Verantwortung erkennt.
Sie besteht zum Beispiel darin, dass ihr nächstes Jahr im Februar bei der Presbyteriumswahl mitmachen könnt. Das ist neu in unserer Kirche. Ihr seid die ersten Konfirmandinnen und Konfirmanden, für die dieses neue Gesetz gilt. Wer konfirmiert ist, darf wählen. Ihr könnt also demnächst mitentscheiden, wer diese Gemeinde leiten soll.
Ihr seid zusammen mit den anderen, die am 18. Mai ihre Konfirmation hatten, auch die ersten, die in dieser neu renovierten Kirche konfirmiert werden. Den Anstrich haben Malermeister besorgt. Aber alles andere haben Menschen aus der Gemeinde gemacht: Den Putz abschlagen an den Stellen, wo er lose und brüchig war. Und das war an vielen Stellen. Zentnerweise haben Männer aus der Gemeinde den abgeschlagenen Putz nach draußen getragen und dann in ihren Autos zur Müllkippe gefahren.
Als alles fertig war, haben Frauen und Männer neuen Glanz in die Kirche gebracht. Diese Dienste hätte die Gemeinde nicht bezahlen können.
Dies ist ein Beispiel dafür, dass die Gemeinde aus tätiger Mithilfe besteht. Die wird sich auch demnächst wieder zeigen, wenn wir unser großes Fest feiern zum hundertjährigen Bestehen der Kirche. Gemeinde lebt dadurch und davon, dass Menschen in ihr mittun.
Auch ihr Jugendliche habt einen festen Platz in der Gemeinde. Nebenan das Jugendheim ist eine Anlaufstelle. Und es ist ein Ort, wo immer Mitarbeit gefragt ist.
Denken wir noch einmal kurz zurück an die Pfingstgeschichte. Nachdem Petrus so begeisternd von Jesus erzählt hat, fragen die Menschen: Was sollen wir tun?
Petrus sagt: Lasst euch taufen. Werdet Teil der Gemeinde Jesu.
Ihr seid getauft. Ihr bekennt euch heute durch eure Konfirmation zu eurer Taufe. Die Frage "was sollen wir tun?" ist damit nicht erledigt. Die Antwort für euch heißt: Bleibt in der Gemeinde. Fühlt euch weiter mit ihr verbunden. Und vielleicht seht ihr hier und da, wo ihr gebraucht werdet. Auf jeden Fall seid ihr weiter hier gern gesehen in unseren Gottesdiensten, bei unseren Festen, in unserem Jugendheim. Ihr seid immer herzlich willkommen.

 

Lied: I Will Follow Him

 

Was die Konfirmation für uns bedeutet
(Vivien, Kristina)

A
Wir werden konfirmiert. Das bedeutet für mich, dass wir in die Kirche aufgenommen werden. Wir treten nun vollständig der Gemeinde bei. Wir werden mündige Christen.

B
Mir bedeutet die Konfirmation ziemlich viel.
Ich bin einen Schritt weiter auf dem Weg zum erwachsen Werden.

A
Mit der Konfirmation bestätige ich meine Taufe, die ich ja nicht richtig mitbekommen habe. Sie ist ein besonderes Ereignis.

B
Sie ist der Abschluss der Konfirmandenzeit. Einige sind durch den Unterricht reifer und selbstbewusster geworden. Uns allen wird zugetraut, dass wir nun ein wenig mehr Verantwortung in der Gemeinde übernehmen können. Wir können Paten werden und wir können Presbyter wählen.

A
Sie bedeutet mir auch deshalb sehr viel, weil da die ganze Familie zusammen kommt.

B
Ich wurde getauft. Ich werde konfirmiert.
Ich bin glücklich.


Was Euch zugetraut wird - Anrede an die Konfirmandinnen und Konfirmanden
(Pfarrer Brand)

Die Konfirmation ist eine Stärkung für den Lebensweg. Ein Schritt auf dem Weg, erwachsen zu werden.
Erwachsene Mitglieder der Gemeinde seid ihr von nun an. Wir haben darüber gesprochen, was das bedeutet.
Ihr habt stärkende und ermutigende Worte mit auf den Weg bekommen. Jetzt soll euch die Stärkung des Glaubens auch durch eine besondere Geste zuteil werden:
Durch den Segen.
Der Segen besteht aus Worten und einer Geste. Ihr bekommt ein Wort der Bibel zugesprochen, euren Konfirmationsspruch, den ihr euch ausgesucht habt. Dieser Spruch soll euch immer daran erinnern: Gott hat uns Menschen sein Wort gegeben. Er redet mit uns. Er ist für uns da.
Dann lege ich euch meine Hände auf. Daran sollt ihr spüren: Gott rührt euch an mit seiner Kraft.
Anschließend zündet ihr die Kerze an, die ihr als eure Konfirmationskerze verziert habt. Sie erinnert noch einmal daran: Es scheint ein Licht auf eurem Weg. Jesus, der das Licht der Welt ist. Dieses Licht wird euch immer leuchten. Und ihr sollt selber ein Licht sein, selber anderen Menschen ihren Weg hell machen.

Ich bitte nun die erste Gruppe, nach vorn zu kommen.


Wünsche der Eltern
(Claudia Johannes, Claudia Bernard)

A
Liebe Jungen und Mädchen,
im Namen eurer Eltern wollen wir beide euch gute Wünsche mit auf den Weg geben.

B
Ihr seid jetzt konfirmiert. Die Kirche hat euch zu ihren mündigen Mitgliedern erklärt. Ihr seid auf dem Weg, erwachsen zu werden.

A
Wir haben euch bisher begleitet und wollen das auch weiterhin tun.
Ihr sollt wissen, dass ihr in euren Familien immer einen Halt habt.
Wir Eltern wollen euch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn ihr uns braucht.
Ihr könnt immer zu uns kommen.
Was auch sein mag, wir sind für euch da.

B
Für eure Zukunft wünschen wir euch viel Spaß und Freude am Leben. Verliert nie den Humor.
Habt Zuversicht und Optimismus, einen klaren Blick für das, was ihr euch vornehmt.
Verfolgt eure Ziele selbstbewusst und geradlinig.

A
Wir wünschen euch, dass ihr die Möglichkeit habt, eure Fähigkeiten weiter zu entwickeln, dass ihr einen guten Beruf lernt, eine Arbeitsstelle erhaltet und euren Platz in der Gesellschaft findet.

B
Behaltet die Gabe, nicht nur an euch selbst zu denken, sondern auch an eure Mitmenschen.
Seid tolerant anderen Menschen gegenüber, verzichtet auf Gewalt, nehmt eure Verantwortung wahr für euer eigenes Leben und für die Gemeinschaft, in der ihr lebt.

A
Bewahrt euch Offenheit für den Glauben.
Seht zu, dass ihr hin und wieder den Weg in die Kirche findet.

B
Für heute wünschen wir uns, dass wir weiterhin einen schönen Tag miteinander erleben, der uns allen in guter Erinnerung bleibt.

 

Dank mit Rosen (Stephanie Adamczik, Laura Greifenberg)

1
Der heutige Tag ist eine wichtige Station auf unserem Lebensweg. Wir sind keine Kinder mehr, wir sind Jugendliche, auf dem Weg, erwachsen zu werden.

2
Die Gemeinde, unsere Eltern, Verwandten und Freunde bestätigen uns, dass sie uns als heran-wachsende Menschen akzeptieren. Sie wollen uns weiter auf unserem Weg begleiten,
uns aber auch unsere eigenen Wege gehen lassen.

1
An diesem Tag blicken wir nach vorn und zurück:
Was haben wir auf unseren Weg mitbekommen?
Welche Menschen sind uns wichtig gewesen?
Ihnen sagen wir Dank:
Unseren Eltern und Großeltern,
Geschwistern der Eltern
und den eigenen Geschwistern,
den Freundinnen und Freunden,
allen, die uns nahe stehen
und uns bis hierher begleitet haben.

2
Euch Eltern danken wir.
Ihr habt uns ein Zuhause gegeben, Zuneigung, Liebe, Vertrauen. Ihr wart und seid für uns da. Ihr hört zu, wenn wir was auf dem Herzen haben. Ihr helft uns, mit unserem Leben zurecht zu kommen.
Heute richtet ihr dieses Fest für uns aus.

1
Genauso danken wir euch Großeltern. Auch ihr wart und seid für uns da. Wir sind sehr froh darüber, dass wir euch haben.

2
Wir danken euch Paten. Ihr habt uns begleitet auf unserem Weg. Eure Aufgabe als Paten hört mit dem heutigen Tag auf. Denn wir sind jetzt in religiösen Dingen selbst für uns verantwortlich. Wir haben euer Ja zu unserer Taufe und zu unserem Christsein durch unser eigenes Ja bestätigt. Wenn sich in den Jahren eine Verbundenheit entwickelt hat, so wird diese bleiben.
Wir brauchen Freunde und Freundinnen, die ein wenig älter sind als wir und uns vielleicht hier und da mit ihrem Rat helfen können.

1
Danken möchten wir auch unseren Geschwistern. Ihr älteren Geschwister habt uns gezeigt, dass nicht alles, was die Eltern sagen, richtig ist. Durch euch jüngere Geschwister haben wir auch etwas gelernt, worauf es im Leben ankommt: Zu teilen und aufeinander zu achten.
Auf jeden Fall ist es schön, Geschwister zu haben. Es ist schön, dass wir heute zusammen dieses Fest feiern.

2
Unsere Aufzählung hat gezeigt: Es sind viele Menschen, denen wir etwas zu verdanken haben. Einigen möchten wir heute besonders danken. Stellvertretend für alle anderen schenken wir jetzt zwei oder drei Personen eine Rose. Wir danken euch allen, die ihr gekommen seid, um mit uns diesen Tag zu feiern.

Bitten (Rebecca, Irene)

A
Gott, du unseres Lebens Kraft, auf dich hoffen wir.
Deshalb beten wir zu dir und bitten dich um ein langes Leben, um Gesundheit und Glück.
Beschütze mich und meine Familie und lass uns noch lange zusammen bleiben.

B
Hilf uns an schweren Tagen.
Sei für alle Menschen da, wenn es ihnen schlecht geht. Schenke allen ein friedliches Miteinander, dass niemand Angst vor der Zukunft haben muss.

C
Gott, du willst, dass wir Menschen untereinander Frieden halten. Wir bitten dich um Frieden in der Welt. Es soll keinen Krieg mehr geben. Die Menschen sollen lernen, friedlich zusammen-zuleben. Sie sollen sich an deine Gebote halten.
Gott, gib den Menschen Kraft und Mut dazu.

A
Gib uns Kraft in allen Dingen, die wir tun. Bleibe immer bei uns und weise uns den Weg.
Bewahre uns vor allem Schrecklichen. Hilf uns, selber mit unseren Mitmenschen gut auszukommen. Schenke es uns, dass unser Glaube immer stark bleibt.

B
Lass uns spüren, dass du uns alle weiterhin liebst, so wie du uns jetzt liebst und bisher geliebt hast.

C
Sei auch bei allen anderen Menschen auf der Welt, besonders bei denen, die in Armut und Angst leben. Schicke ihnen einen Lichtstrahl in ihr dunkles Leben.

A
Du bist der Vater aller Menschenkinder.
Mit allen, die an dich glauben, beten wir gemeinsam:


Vater unser im Himmel ...