Goldkonfirmation 02. November 2008

Der Himmel lacht zur Goldkonfirmation

Ein Hauch von goldenem Oktober lag über dem 2. November, an dem vierzig Männer und Frauen ihr Konfirmationsjubiläum feierten. Aus Kalifornien, einem Ortsteil von Schönberg in der Kieler Bucht, aus Bahlingen im Schwarzwald, Hottenbach im Hunsrück, Warstein im Sauerland, Otterndorf in Nie-dersachsen, Mönchengladbach, Krefeld, Mettmann, Mülheim und verschiedenen Teilen Duisburgs waren sie gekommen. Darunter auch der ehemalige Organist der Gemeinde, Helmut Lierhaus, des-sen Frau Erika zu den diamanten Jubilarinnen zählte.
Hans Rohrbach hatte mit Briefen und zahllosen Telefongesprächen zwanzig seiner ehemaligen Mit-konfirmandinnen und -konfirmanden bewegen können, das sechzigjährige Jubiläum mitzufeiern. Von den Goldkonfirmanden waren dreizehn gekommen, dazu einige, die an anderen Orten konfir-miert worden sind. Eine hatte in Neudorf vom späteren Präses der Landeskirche, Karl Immer, den Segen bekommen. Schmerzlich vermisst wurden Maria Härter und Herta Dohmen, die beide ihr 75-jähriges Jubiläum feiern wollten, wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit aber nicht kommen konn-ten.
Alterspräsidentin Luise Filoda führte gemeinsam mit Pfarrer Brand den Zug in die Kirche an. Ihre Konfirmation liegt bereits achtzig Jahre zurück. In seiner Predigt ließ der Pastor mit einigen Stichwor-ten Revue passieren, was zwischen den Jahren 1928 und 1958 passiert ist. Einschneidendes Ereignis für alle Jubilare war der Krieg.
Als Predigttext wählte der Pfarrer den Spruch, der in die Kirchendecke eingeschrieben ist: "Jesus Chri-stus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit." In den Wirren der Zeiten, so führte der Pastor aus, gibt es einen, auf den Verlass ist. "Der Glaube an ihn ist das, was hält und trägt", so gab Pastor Brand die Äußerung einer Jubilarin im Vorbereitungsgespräch wieder. Sie hatte gesagt: "Je älter man wird, desto mehr hat man das Bedürfnis, einen inneren Halt zu finden. Das Leben ist oft schwer. Ohne den Glauben wäre ich verloren. Ich brauche die Kraft, die der Glaube mir gibt."
Der Grundstein des Glaubens sei damals im Konfirmandenunterricht gelegt worden, so äußerte sich eine andere. Durch das Auswendiglernen von Psalmen, Liedern und Katechismustexten habe man etwas, woran man sein Herz fest machen könne. Besonders ins Gedächtnis eingeprägt hat sich bei vielen die Frage 1:
"Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben? Dass ich mit Leib und Seele nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre".
Mit einer feierlichen Segenshandlung wurde den Jubelkonfirmanden erneut der Segen für ihren wei-teren Lebensweg zugesprochen. Anschließend wanderten sie zum Wanheimer Kanuclub, wo ein le-ckeres Buffet angerichtet wurde. Wilfried Hucks ließ mit Dias alte Wanheimer Zeiten lebendig wer-den. Als am Nachmittag das Fest zu Ende ging, schien immer noch die Sonne über dem Rhein, so dass man dankbar sagen konnte: "Ein schöner Tag ward uns beschert."

Die Predigt zur Goldkonfirmation 2008