Aktion!Kidz

 
Action!Kidz - Konfis engagieren sich für Kinder in Äthiopien
Foto: Christian Herrmanny
Kinder gegen Kinderarbeit lautet das Motto der bundesweiten Kampagne für Kinder und Jugendliche im Norden Äthiopiens.
Dort werden Kinder in der Landwirtschaft als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Ihre Eltern sind so bitterarm, dass sie ihre Kinder "verkaufen" auf dem Markt - so wie Esel, Hühner und Gemüse. Oder sie "vermieten" sie für ein halbes oder ganzes Jahr. Als Gegenwert bekommen die Eltern etwas Getreide oder Geld.
Weil sie den ganzen Tag arbeiten müssen, können die Kinder nicht zur Schule gehen.
Die Kindernothilfe hat ein Projekt gestartet, um diesen Kindern zu helfen. Sie erhalten die Chance, regelmäßig eine Schule zu besuchen und bekommen dazu Bücher, Hefte und Stifte. Ein umfassendes Aufklärungsprogramm richtet sich an die Erwachsenen. Denn nur wenn sich die Eltern und die ganze Bevölkerung gegen die Kinderarbeit einsetzen, können sich das Leben und die Zukunft der Kinder langfristig verbessern.
Bisher hat die Kindernothilfe mit dem Projekt im Norden Äthiopiens 17.800 Kinder erreicht.
Die Wanheimer Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich nach den Sommerferien mit der Situation der Kinder in Äthiopien befasst und den Auftrag erhalten, mit eigener Arbeit Geld zu erwirtschaften für das Projekt Action!Kidz.
Ein Junge hat seinem Onkel beim Anstreichen geholfen. Ein anderer hat seine Arbeitskraft in der Familie und Nachbarschaft angeboten. Ein Mädchen hat die Fahrräder der Familie geputzt, Einkäufe erledigt, Laub gefegt und im Garten mitgeholfen. Die ganze Gruppe hat Weihnachtskarten gebastelt, die zum Preis von zwei Euro im Domcafé verkauft werden. Zwei Mädchen haben Weihnachtsschmuck und Lesezeichen gebastelt. Andere haben mit der Waffelbäckerei etwas Geld verdient. So sind knapp 300 € zusammen gekommen.
 
"Herzlichen Dank für das beeindruckende Engagement"
Lieber Herr Brand,

schön, dass Sie und die Konfirmanden auch in diesem Jahr so fleißig in Duisburg unterwegs waren. Die Aufzählung an kleinen aber auch großen Arbeiten (es wurde eine Wohnung renoviert – der helle Wahnsinn) ist wirklich beeindruckend. Sicher haben die Kinder und Jugendlichen durch die langfristige Vorbereitung und intensive Auseinandersetzung mit dem Land Äthiopien und dem Thema Kinderarbeit sehr viel gelernt. Ein ganz großes Lob an die Kinder, aber auch alle Helfer und Unterstützer in und außerhalb der Gemeinde. Eine tolle Teamaktion!

Unabhängig von der Platzierung im Kindernothilfe-Wettbewerb ist der Erlös eine wichtige Hilfe für Kinderarbeiter in Äthiopien, denn erst die Spenden machen konkrete Hilfe möglich. Hier einige Beispiele:

  • § Umgerechnet 79 Euro reichen für die Anschaffung von Unterrichtsmaterial für ein Lernzentrum.
  • Umgerechnet 188 Euro sind für die Gründung von 16 Kinder-Clubs erforderlich. Dort lernen sie, dass Kinder das Recht auf Schulbesuch haben und keine schweren Arbeiten verrichten sollten. Die Mädchen und Jungen lernen auch, was man als Kind selbst tun kann, damit die Rechte auch umgesetzt werden.
  • Umgerechnet 139 Euro benötigen wir für die Berufsausbildung von 15 arbeitslosen, landlosen Jugendlichen.

Wie Sie sehen: Dank der Hilfe von Ihnen und den kreativen „Action!Kidz“ können wir wichtige Weichen für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen legen. Sie gehen zur Schule, lernen einen Beruf und werden stark für die Zukunft. Das ist wunderbar und dafür danken wir Ihnen und allen Beteiligten von Herzen!

Nun wünschen wir Ihnen und den eifrigen Konfirmanden frohe Feiertage, einen guten Rutsch und eine erholsame Zeit. Bei Fragen und Wünschen freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Wir würden uns freuen, wenn Sie der Kindernothilfe verbunden bleiben würden.

Viele fröhliche Action!Kidz-Grüße

Anne Siegmund
Action!Kidz-Koordination Berlin"

 
Action!Kidz
Konfis engagieren sich für Kinder in Indonesien

Kinder gegen Kinderarbeit lautet das Motto der bundesweiten Kampagne für Kinder und Jugendliche in Indonesien.
Dort gehen die meisten Kinder nicht zur Schule. Sie arbeiten jeden Tag bis zu zwölf Stunden auf Plantagen oder schuften in Steinbrüchen. Die Kindernothilfe hat auf der Insel Nias ein Projekt gestartet, um diesen Kindern zu helfen. Sie erhalten endlich die Chance, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen.
Die Wanheimer Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich nach den Sommerferien mit der Situation der Kinder in Indonesien befasst und den Auftrag erhalten, mit eigener Arbeit Geld zu erwirtschaften für das Projekt Action!Kidz. Ein Junge hat seine Arbeitskraft in der Familie und Nachbarschaft angeboten. Er hat Rasen gemäht, ist einkaufen gegangen, hat ein Auto innen und außen gewaschen und Werbeblätter im Sportverein verteilt. Andere Jungen und Mädchen haben mit der Waffelbäckerei etwas Geld verdient. So sind 245 € zusammen gekommen. Darin enthalten sind 65 € aus dem Überschuss des Dritte-Welt-Ladens.

 
Action!Kidz Wanheimer Konfirmanden sind dabei
Kinder karren Steine aus dem Fluss
Foto: Christian Herrmanny

Für die älteren Konfirmanden heißt es nach den Sommerferien "Action!Kidz". Dies ist eine Initiative der Kindernothilfe gegen Kinderarbeit. Es geht um Kinder und Jugendliche in Indonesien. Die meisten von ihnen gehen nicht zur Schule. Sie arbeiten jeden Tag bis zu zwölf Stunden auf Plantagen oder schuften in Steinbrüchen. Dort müssen sie unter lebensgefährlichen Bedingungen Steine klopfen, um mit für den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sorgen. Ihre harte Arbeit wird ganz schlecht bezahlt, so dass sie keine Chance haben auf ein besseres Leben.
Die Kindernothilfe hat auf der Insel Nias ein Projekt gestartet, um diesen Kindern zu helfen. Sie erhalten endlich die Möglichkeit, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Für Jugendliche gibt es Berufsausbildungskurse. So haben sie die Möglichkeit, später eine besser bezahlte Arbeit zu bekommen. Durch ein umfassendes Aufklärungsprogramm werden auch die Erwachsenen mit einbezogen. Denn nur wenn sich die Kinder, die Eltern und die ganze Bevölkerung gegen Kinderarbeit einsetzen, kann sich die Situation der Mädchen und Jungen verbessern.
Mit dem Projekt "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit" ruft die Kindernothilfe jedes Jahr Mädchen und Jungen dazu auf, selber tätig zu werden und ein Zeichen gegen die weltweite Ausbeutung von Kindern zu setzen.
Wanheimer Konfirmandengruppen beteiligen sich seit einigen Jahren an der Aktion. Die Mädchen und Jungen bieten ihre Arbeitskraft an, und Rechnen zu lernen. Für Jugendliche gibt es Berufsausbildungskurse. So haben sie die Möglichkeit, später eine besser bezahlte Arbeit zu bekommen. Durch ein umfassendes Aufklärungsprogramm werden auch die Erwachsenen mit einbezogen. Denn nur wenn sich die Kinder, die Eltern und die ganze Bevölkerung gegen Kinderarbeit einsetzen, kann sich die Situation der Mädchen und Jungen verbessern.
Mit dem Projekt "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit" ruft die Kindernothilfe jedes Jahr Mädchen und Jungen dazu auf, selber tätig zu werden und ein Zeichen gegen die weltweite Ausbeutung von Kindern zu setzen.
Wanheimer Konfirmanden-gruppen beteiligen sich seit einigen Jahren an der Aktion. Die Mädchen und Jungen bieten ihre Arbeitskraft an, um für geleistete Arbeit eine Spende zu erhalten, die dem Projekt der Kindernothilfe auf der Insel Nias in Indonesien zugute kommt.
Wenn im September und im Oktober Jungen und Mädchen an der Haustür anklingeln und fragen, ob sie Rasen mähen, Laub fegen oder Einkäufe für ältere Menschen erledigen können, dann sind sie in Sachen "Action!Kidz" unterwegs. Sie haben einen vom Pastor unterschriebenen Ausweis dabei, mit dem sie nachweisen können, dass alles seine Richtigkeit hat.

 
Action!Kidz

Action!Kidz ist ein Pojekt der Kindernothilfe, an dem sich Schulklassen und Konfirmandengruppen beteiligen können. Jugendliche in Deutschland sollen mit phantasievollen Aktionen Gelder erarbeiten, um damit Sklavenkinder zu unterstützen. Die Wanheimer Konfi-Gruppen unterstützen das Projekt. Den Erlös will sie Action!Kidz zukommen lassen.

 
Action!Kidz
Konfis arbeiten für Kinder in Sambia

Kinder gegen Kinderarbeit lautet das Motto der bundesweiten Kampagne der Kindernothilfe für Kinder und Jugendliche. Die Idee: Mädchen und Jungen arbeiten freiwillig bei Verwandten oder Nachbarn und erhalten so Spenden für ein Projekt gegen Kinderarbeit in Sambia.
In diesem Land in Mittelafrika müssen 1,2 Millionen Kinder zwischen sieben und vierzehn Jahren mit für den Unterhalt der Familie sorgen. Die meisten Kinder arbeiten in der Landwirtschaft und im Haushalt der eigenen Familie. Besonders groß sind die Probleme in der Provinz Kapiri Mposhi. Die Hälfte der Kinder geht nicht zur Schule. Diese Kinder haben kaum eine Aussicht, ihr Leben so zu gestalten, dass sie aus der Armut herauskommen. Das will die Kindernothilfe gemeinsam mit den Jugendlichen ändern, die bei Action!Kidz 2011 mitmachen.
Mit ihrem Einsatz unterstützen die Action!Kidz eine ganz besondere Schule in Kapiri Mposhi: Kinder, die noch nie oder lange keinen Unterricht mehr hatten, holen hier den Stoff nach, um später wieder eine normale Schule besuchen zu können. Für viele dieser Kinder ist es wahrscheinlich die letzte Chance, den Kreislauf von Armut und Kinderarbeit zu durchbrechen. Wenn die Kinder den Einstieg in die Schule schaffen, ist die Chance aber groß, dass sie sich aus der Armut und der Kinderarbeit befreien.

Die Wanheimer Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich nach den Sommerferien mit der Situation der Kinder und Jugendlichen in Sambia befasst und den Auftrag erhalten, mit eigener Arbeit Geld zu erwirtschaften für das Projekt Action!Kidz. Gut die Hälfte der Gruppe hat sich an der Aktion beteiligt. Die Jungen und Mädchen haben im Garten Blätter gefegt, sie sind für die Oma einkaufen gegangen, haben Müll hinaus getragen und zu Hause das Auto gewaschen. "Sauberer als in der Waschanlage", erklärt dazu der Autowäscher.
Besonderen Einsatz zeigten zwei Freundinnen, die bei fremden Menschen angeklingelt und ihre Hilfe angeboten haben. Dabei haben sie die Erfahrung gemacht, dass viele Leute sehr unfreundlich reagierten und sofort die Tür zu gemacht haben, wenn sie hörten, worum es ging. Trotzdem haben die beiden nicht aufgegeben und bei immerhin sieben Menschen Erfolg gehabt. Die meisten haben etwas gespendet, ohne dass die Mädchen etwas dafür tun mussten. Ähnliche Erfahrungen haben zwei andere Mädchen gemacht, die ihre Arbeitskraft in der Siedlung hinter dem Gemeindehaus angeboten haben. Zusammen mit den Einnahmen beim Konfi-Fußballturnier sind ca. dreihundert Euro zusammen gekommen.

 
Action!Kidz
Konfis arbeiten für Kinder in Bolivien

Potosi, 4100 Meter hoch in den Anden, ist die höchst gelegene Stadt der Welt. Gebaut wurde sie am Fuße des Cerro Rico, auf Deutsch: "Reicher Berg". In diesem Berg gibt es die größten Silberminen der Welt.
Nachdem die Spanier Südamerika erobert hatten, entdeckten sie die Reichtümer und zwangen Tausende von Menschen aus dem ganzen Land, in den Minen zu arbeiten. Von den Reichtü-mern der Minen bekamen die Arbeiter nichts ab. Die Spanier verschifften das Silber nach Europa.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Silber knapp. Heute ist Potosi eine arme Bergbau-stadt. Männer und Jungen suchen immer noch nach Resten von Silber, Zinn und Blei. Eine andere Arbeit gibt es in Potosi nicht. Wer in dem Berg arbeitet, wird nicht alt. Der Kieselstaub zerstört die Lungen. Häufig passieren Unfälle. Acht Millionen Menschen sind im Laufe der Jahrhunderte in den Minen ums Leben gekommen.
Auch Kinder und Jugendliche leisten jeden Tag zehn Stunden Schwerstarbeit unter Tage, weil die Familien ihren Lohn zum Überleben brauchen.
Die Kindernothilfe unterstützt ein Projekt, das die Arbeits- und Lebensbedingungen von ca. 150 Kindern und Jugendlichen und ihren Familien verbessert. Im Projektzentrum erhalten die Kinder dreimal täglich eine sättigende Mahlzeit, eine ärztliche Grundversorgung, Unterstüt-zung bei Schularbeiten und Freizeitangebote. Außerdem führt das Zentrum Ausbildungskurse durch, um Jugendlichen Alternativen zum Bergbau zu eröffnen. In der "Elternschule" bilden sich die Eltern weiter und können dort auch Kleinkredite für eigene Geschäfte beantragen, damit ihre Kinder nicht mehr im Bergbau arbeiten müssen.
Die Wanheimer Konfirmandengruppe hat sich beteiligt an der Aktion "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit". Damit verbindet die Kindernothilfe den Einsatz von Jugendlichen hier mit der Hilfe an den Kindern und Jugendlichen in Bolivien.
Konfirmandinnen haben nach einigen Gottesdiensten Waffeln gebacken, die reißenden Absatz fanden. Ein Geschwisterpaar hat durch Hilfen im Haushalt etwas Geld verdient. Der Erlös, insgesamt 258 €, kommt den Bergarbeiterkindern in Bolivien zugute. In dem Betrag enthalten ist eine private Spende für arme Kinder in Höhe von 50 €.
Das Backen hat den Mädchen so viel Spaß gemacht, dass sie noch öfter damit die Gemeinde nach Gottesdiensten erfreuen wollen.

 
Wanheimer Konfis unterstützen Action!Kidz

"Hast du etwas Zeit für mich? Dann singe ich ein Lied für dich", so schmetterten Wanheimer Konfirmandinnen und Konfirmanden im voll besetzten Gemeindehaus. Zeit hatten gut hundert Senioren der Gemeinde, die vierteljährlich zu einem festlichen Nachmittag eingeladen werden. Die älteren Damen und Herren fühlten sich von den Jungen gut unterhalten und sangen viele Lieder begeistert mit. Seit den Sommerferien haben die Mädchen und Jungen im Konfirmandenunterricht ein Potpourri aus Schlagern, Volksliedern und neueren geistlichen Liedern einstudiert. Parallel dazu übte die gemeindliche Gitarrengruppe die passende Begleitung ein.
Die Unterhaltung der Senioren war der Wanheimer Beitrag zu dem Projekt Action!Kidz. Die Kindernothilfe hat Schulklassen und Konfirmandengruppen aufgerufen, mit phantasievollen Aktionen Geld zu erarbeiten, das Kindern in Haiti zugute kommt. Dort müssen viele Kinder und Jugendliche Sklavenarbeit verrichten. Die Kindernothilfe unterstützt Projekte vor Ort, die den jungen Menschen ein Leben in Würde und Freiheit ermöglichen.
Um eine möglichst hohe Summe spenden zu können, haben Mütter der Konfirmanden den Kuchen für die Seniorenfeier gebacken. Dieser fand reißenden Absatz. Am Ende kamen 440 € zusammen. Zwanzig bunte Luftballons stiegen mit der letzten Zeile des Programms an die Decke des Gemeindehauses: "Hab ´nen Luftballon gefunden, denk an dich und lass ihn fliegen". Das war der krönende Abschluss eines unterhaltsamen Nachmittages.

 

Konfirmanden-Aktion für Kinder in Haiti
Leben unter sklavenähnlichen Bedingungen

Restavèk-Junge bei der Arbeit.
Foto: Kindernothilfe

Die Kindernothilfe geht von rund 300.000 Restavèk-Kindern aus, zehn Prozent der Mädchen und Jungen zwischen fünf und siebzehn Jahren. Der Begriff "Restavèk" ist abgeleitet von dem Französischen "rester avec", auf Deutsch: "bei jemandem bleiben". Das umschreibt eine brutale Ausbeutung.
Restavèks leben und arbeiten unter sklavenähnlichen Bedingungen. Ihre Familien sind extrem arm. In der Hoffnung, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, schicken viele Eltern die Mädchen und Jungen zu Verwandten oder Gastfamilien in die Großstadt. Die Realität sieht anders aus: Die meisten Restavèks schuften bis zu sechzehn Stunden täglich, oft werden sie geschlagen und missbraucht.