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Was ist gut und was ist böse?

Am 30. Januar war die Jahreslosung Thema des Gottesdienstes. Konfirmanden und Konfirmandinnen und Frauen der Frauenhilfe haben zusammengetragen, was sie an Bösem und an Gutem erleben. Hier eine Auswahl:

Das Böse
Das Böse begegnet uns in Verbrechen wie Mord, Diebstahl, Vergewaltigung.
Besonders schlimm ist es, wenn Kinder gequält und umgebracht werden wie der zehnjährige Mirco, der von einem bis dahin unauffälligen Familienvater getötet wurde.
In unserem eigenen Umfeld erleben wir das Böse durch Leute, die andere verletzen und beschimpfen, um selber Aufmerksamkeit zu erlangen. Oder die etwas Unwahres über jemanden sagen, andere Leute hänseln und mobben.
Böses erleben wir auch zu Hause durch Stress mit den Eltern, durch Streit der Eltern untereinander, Ehekrieg, der bis zur Trennung führt.
Manchmal sitzt das Böse auch in uns. Schlechte Gedanken und Negativ-Erfahrungen führen manchmal auch dazu, dass man keine Hoffnung mehr hat, nur noch Niederlagen, nur noch Traurigsein, depri-Laune, keine Lust mehr zu nichts.
Das Gute

Wir erfahren das Gute durch den Sonnenschein. Licht und Wärme kommt auch durch Menschen in die Welt, die freundlich und hilfsbereit sind. Menschen, die Zeit und Mitgefühl haben für andere, die da sind, wenn sie gebraucht werden. Ärzte, die helfen, wenn jemand krank ist, Freunde, die einem beistehen. Menschen, die für andere zu einem Engel werden.
Das Gute ist da, wo Menschen sich verstehen, Vertrauen haben zueinander, einander nicht belügen und verletzen, sondern ehrlich und liebevoll miteinander umgehen.
Gutes erleben wir, wenn alles perfekt ist, die Arbeiten gelingen, Wünsche in Erfüllung gehen und das Leben insgesamt Spaß macht.
Das Gute ist aufbewahrt in Regeln, die dafür sorgen, dass Menschen in Frieden und Sicherheit zusammen leben.
Die wichtigste von allen Regeln ist das höchste Gebot: Du sollst Gott lieben und deinen Mitmenschen wie dich selbst.

 
Nach der Katastrophe

Das schwere Erdbeben auf Haiti hat Anfang des Jahres ein Land zerstört, das schon vorher zu den ärmsten Ländern der Welt gehörte.
Nach dem Erdbeben kümmert sich die Kindernothilfe vor allem durch die Einrichtung von Schutzzentren um gefährdete Kinder. Das erste Zentrum wurde bereits eine Woche nach der Katastrophe eröffnet. Geschulte Mitarbeiter kümmern sich dort um die Kinder, registrieren sie und suchen nach Angehörigen. Die Mädchen und Jungen werden mit Mahlzeiten und Wasser versorgt, psychologisch betreut und vor Menschenhändlern und Gewalt geschützt. Bis zu 600 Kinder finden in einem Kinderzentrum einen behüteten, sicheren Platz. Insgesamt plant die Kindernothilfe bis zu zwanzig solcher Zufluchtsorte.