Familienzentrum

 
Mit Gesang in den Tag
Fotos: F. B.

Der neu erbaute Bewegungsraum im Kindergarten erfreut sich großer Beliebtheit und vielfältiger Nutzung. Lang anhaltender Regen macht es den Kindern an manchen Tagen unmöglich, draußen zu spielen. Nun haben sie einen schönen großen Raum, in dem sie herumrennen, an der Kletterwand turnen und toben können.

An jedem Dienstag Morgen kommt Pfarrer Brand in den Kindergarten, um dort zusammen mit Kindern, Erzieherinnen und Eltern zu singen. Dies geschieht schon seit Jahren. Bisher beendete das Singen einen Kindergartenmorgen. Es hatte am Freitag begonnen zu Zeiten, als das alte Gemeindehaus noch im Betrieb der Gemeinde war. In den letzten Jahren kam der "Frido", wie der Pfarrer bei den Kindern heißt, am Donnerstag um Viertel vor Zwölf. Die neue Leiterin, Anja Bluhmki, hatte die Idee, in der Adventszeit am Dienstag um halb Neun zu beginnen, damit auch Mütter und Väter die Möglichkeit haben mitzusingen. Der neue Bewegungsraum bietet dafür genügend Platz. Die Idee wurde gut angenommen und hat zu dem Entschluss geführt, damit weiterzumachen. Elternratsmitglied Martina Kuhfuß schreibt:
"Wer morgens singt, den holt abends die Katz!" - davon können die Jungen und Mädchen unseres Kindergartens ganz sicher kein Lied singen. Ganz im Gegenteil. Seit der Adventszeit im Dezember beginnt das allwöchentliche Singen zur Freude aller immer dienstags morgens um 8.30 in der neuen Turnhalle. Im großen Rund findet sich dort nun regelmäßig neben den Kindergartenkindern auch eine wachsende Schar Geschwister, Väter und Mütter ein, die sich gerne mal die halbe Stunde herrlichen Gesang mit den Kindern als Tageseinstieg gönnen. Da wird aus voller Brust "Guten Morgen schöner Tag", der "Volltreffer" oder ein flotter "Gorilla mit der Sonnenbrille" geschmettert. Jedenfalls geht man nach dreißig Minuten zu Fridos Gitarrenspiel gut gelaunt aus dem Kindergarten und kann - je nach Arbeitsstelle - sogar als Berufstätige noch zum Job durchstarten. Lungen und Seele sind dann positiv aufgeladen. Was könnte einem Besseres passieren als solch ein musikalischer Tagesauftakt mit begeisterten Kindern?
Fazit: Die Verlegung des Sing-Termins scheint eine wirklich einschlagend gute Idee gewesen zu sein. Ich freue mich schon - wie viele andere Eltern - auf unser gemeinsames Singen mit den Kindern am Dienstag Morgen. Einen schöneren Start in den (Arbeits)Tag kann man sich eigentlich kaum wünschen."

Wer Zeit und Lust hat, kindgemäße Volkslieder und religiöse Lieder mitzusingen, ist herzlich willkommen. Das regelmäßige Singen führt dazu, dass manche Lieder längst zu Ohrwürmern geworden sind. Und die Kinder können kräftig mitschmettern bei den Gottesdiensten, die zusammen mit dem Kindergarten gestalteten werden.

 
Weniger Kinder - weniger Mitarbeiterinnen
Die Verringerung der Gruppen von drei auf zwei hat zur Folge, dass auch die Zahl der Erzieherinnenstellen verkleinert werden muss. Da diese Situation absehbar war, hat das Presbyterium Svitlana Dahmer befristet für ein Jahr eingestellt. Der Vertrag läuft nun aus und kann leider nicht verlängert werden. Svitlana Dahmer hat sich gut in das Team eingefügt. Sie ist bei Kindern, Eltern und Kolleginnen beliebt. Das Presbyterium dankt ihr für ihre Arbeit und wünscht ihr, dass sie schnell eine andere Stelle findet, in der sie sich wohl fühlt.
 
Mehr Zeit für die Jugendarbeit
Zusätzlich zu der ganzen muss eine halbe Stelle gestrichen werden. Dazu bot sich die Stelle von Gerlinde Rittich an, die seit 2008 im Kindergarten mitarbeitet. Das Presbyterium hat ihr vorgeschlagen, sich statt dessen mit dreißig Stunden in der Woche der Kinder- und Jugendarbeit zu widmen. Gerlinde Rittich ist auf dieses Angebot eingegangen. Mit Ablauf des Kindergartenjahres scheidet sie aus dem Kindergarten aus und wird sich dann ganz auf die Jugendarbeit konzentrieren können. Das Presbyterium dankt ihr für die Bereitschaft, sich immer wieder auf die veränderten Rahmenbedingungen einzulassen.
 
Der Anbau am Kindergarten ist fertig
Das Rundfenster des Bewegungsraums zum Kinder-garten hin - Christian Meybohm hat alles im Blick.
 
Fotos: FB

Pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres ist er fertig geworden: der Anbau am gemeindlichen Kindergarten und Familienzentrum an der Friemersheimer Straße.
Viele Gemeindeglieder haben durch Spenden und Kollekten mitgeholfen, den Anbau zu finanzieren. Allen, die dazu beigetragen haben, sei herzlich gedankt. Besonders zu danken ist dem Kirchmeister Christian Meybohm, der trotz der schweren Erkrankung seiner Frau jeden Tag auf der Baustelle war und geholfen hat, Dinge zu regeln, die geregelt werden musste.
Der Anbau, entworfen vom Architekturbüro Lange/Ferrau, hat den Wanheimer Kneipp-Kindergarten in jeder Hinsicht attraktiver gemacht.
Ein geräumiger Bewegungsraum ist entstanden, in dem die Kinder nach Herzenslust toben können. Sehr gelungen ist die gerundete Fensterfront zum Kindergartengelände hin, die dem Raum viel Helligkeit verleiht. Es wird den Kindern Spaß machen, darin zu turnen und zu toben. Eine Säule der Kneippschen Gesundheitsregeln kann damit weiter ausgebaut werden: die Bewegung.
Auch die Mitarbeiterinnen bekommen in dem Anbau ein neues Dienstzimmer mit genügend Platz für ihre Teambesprechungen und für Gespräche mit Eltern.
Auch im "alten Teil" des Kindergartens musste umgebaut werden.
In den bestehenden Räumen mussten nach den Auflagen des Landschaftsverbandes einige Änderungen vorgenommen werden. Unter anderem hat das Badezimmer eine Wickelkommode bekommen. Diese ist notwendig für die Betreuung von unter dreijährigen Kindern.
Der hintere Gruppenraum musste durch eine Wand getrennt werden. Die Auflagen schreiben für jeden der nun vorhandenen zwei Gruppenräume einen "Differenzierungsraum" vor.
Die beiden Gruppenräume wurden durch Türen verbunden mit dem ehemaligen Dienstzimmer und dem ehemaligen Werkraum. Diese Räume sind nun als Ruheräume für die Kinder eingerichtet.
Unverändert geblieben sind die Küche mit Essraum und der Eingangsflur. Warum bei so viel Platz der große Gruppenraum hinten links geteilt werden musste, wissen allein die Leute vom Landschaftsverband in Köln, die fernab vom täglichen Geschehen ihre kostspieligen Auflagen machen.
Neu gemacht wurde auch der Eingang
Noch einmal verändert werden musste auch der vor kurzem erst erneuerte Eingang. Er hat nun eine Rampe bekommen, so dass Kinderwagen und Rollstühle gut hinauffahren können. Auf dem Außengelände hinter dem neuen Bewegungsraum ist Rasen eingesät worden, so dass sich die Kinder auch draußen nach Herzenslust bewegen können.

 
Kindergarten-Anbau geht voran
Foto: F. B.

Große Fortschritte macht der Anbau am Kindergarten. Außen ist alles fertig, auch die Innenarbeiten gehen gut voran. Kinder und Erzieherinnen freuen sich schon darauf, im neuen Kindergartenjahr einen großen Bewegungsraum zu haben.
Die Auflagen des Landschafts-verbandes sehen vor, dass für jede Kindergartengruppe ein umfangreiches Raumangebot vorgehalten werden muss. Selbst mit der Erweiterung kann nach diesen Auflagen der gemeindliche Kindergarten in Zukunft nur noch zwei statt wie bisher drei Gruppen beherbergen. Das führt dazu, dass nach den Sommerferien nur vier Kinder neu aufgenommen werden können. 23 Kinder verlassen die Einrichtung, um in die Schule zu gehen. Im nächsten Jahr wird wieder mehr Platz für Neuaufnahmen sein.

 

 
Weniger Kinder - weniger Mitarbeiterinnen
Die Verringerung der Gruppen von drei auf zwei hat zur Folge, dass auch die Zahl der Erzieherinnenstellen verkleinert werden muss. Da diese Situation absehbar war, hat das Presbyterium Svitlana Dahmer befristet für ein Jahr eingestellt. Der Vertrag läuft nun aus und kann leider nicht verlängert werden. Svitlana Dahmer hat sich gut in das Team eingefügt. Sie ist bei Kindern, Eltern und Kolleginnen beliebt. Das Presbyterium dankt ihr für ihre Arbeit und wünscht ihr, dass sie schnell eine andere Stelle findet, in der sie sich wohl fühlt.
 
Mehr Zeit für die Jugendarbeit
Zusätzlich zu der ganzen muss eine halbe Stelle gestrichen werden. Dazu bot sich die Stelle von Gerlinde Rittich an, die seit 2008 im Kindergarten mitarbeitet. Das Presbyterium hat ihr vorgeschlagen, sich statt dessen mit dreißig Stunden in der Woche der Kinder- und Jugendarbeit zu widmen. Gerlinde Rittich ist auf dieses Angebot eingegangen. Mit Ablauf des Kindergartenjahres scheidet sie aus dem Kindergarten aus und wird sich dann ganz auf die Jugendarbeit konzentrieren können. Das Presbyterium dankt ihr für die Bereitschaft, sich immer wieder auf die veränderten Rahmenbedingungen einzulassen.
 
Der Bau hat begonnen
Pünktlich Anfang Oktober hat die mit den Rohbauarbeiten beauftragte Firma die Baustelle am Kindergarten eingerichtet. Mit einem Zaun wurde das Kindergartengelände abgetrennt. Erste Maßnahmen waren die Entfernung von einem Baum und Sträuchern. Dann konnten die Bagger damit beginnen, den Boden für das Fundament auszuheben. Die Kinder finden es sehr spannend, den Bauleuten bei ihrer Arbeit zuzuschauen.
Wenn alles nach Plan läuft, wird der Bau im Sommer nächsten Jahres fertig sein. Dann entspricht der Kindergarten den Auflagen des Landschaftsverbandes für eine zweigruppige Einrichtung. Das bedeutet, dass mit diesem Kindergartenjahr eine Gruppe ausläuft. In Zukunft werden nur noch zwei U 3 Gruppen betreut werden können. Das Presbyterium bedauert die Verkleinerung außerordentlich. Sie wird zur Folge haben, dass im nächsten Kindergartenjahr so gut wie kein Platz für Neuaufnahmen sein wird.
Sehr erfreulich ist das bisherige Ergebnis der Spendenaktion, zu der das Presbyterium mit einer Beilage im letzten Gemeindegruß aufgerufen hat. 4285 Euro sind eingekommen. Presbyterium und Kindergarten bedanken sich ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern.
Große Freude haben große und kleine Leute bei den Gottesdiensten, in denen Kindergartenkinder dabei sind und mitwirken. Ende Oktober sollten sie alle etwas mitbringen, womit sie gerne spielen. Der Pastor fragte einen Jungen, was er mitgebracht hätte. Der Junge antwortete: "Ich habe mich mitgebracht." So gibt es in diesen Gottesdiensten immer wieder etwas zum Lachen und Schmunzeln. Schön ist es auch, dass zahlreiche Eltern undGroßeltern ihre Kinder zu den Gottesdiensten begleiten.
 
Abschid von Hille
Foto: F.B.
Kindergärtnerin mit Leib und Seele

Große Veränderung im Kindergarten: Nach über fünfundzwanzig Jahren als Leiterin scheidet Hille Dietrich Ende August aus dem aktiven Dienst aus. Sie hat die Altersteilzeit beantragt und wird am 1. September den passiven Teil antreten, bevor sie nach drei Jahren in den Ruhestand geht.
Hille Dietrich hat mit ihrer liebevollen, kreativen und überaus engagierten Art dem Kindergarten ein menschen- und vor allem kinderfreundliches Gesicht gegeben. In ihrer Dienstzeit haben einige hundert Kinder die Einrichtung durchlaufen. Sie hat den Förderverein mit aufgebaut, alljährlich mit großem Einsatz gesägt und gebastelt für den Adventsbasar. Die von ihr ins Leben gerufene Sägegruppe ist weiterhin aktiv. Maßgeblich war sie daran beteiligt, die Anerkennung als "Kneipp-Kindergarten" zu erreichen. Sie verstand es, Menschen anzusprechen, die mit eigenem Einsatz mitgeholfen haben, den Kindergarten immer weiter zu verschönern.
Der Name "Kindergarten" ist ihr wichtig. Sie versteht sich mehr als "Gärtnerin", denn als "Erzieherin". Erziehen hat für sie etwas mit "ziehen" zu tun. "Das Kind wie eine Pflanze zu betrachten, dieses Bild hat mich geprägt", sagt sie. Wie eine Gärtnerin die Kinder hegen und pflegen und ihnen behutsam helfen, ihre Kräfte und Fähigkeit zu entwickeln, darin sah sie ihre Aufgabe.
Vor zwei Jahren hat sie zusammen mit ihrem Team große Anstrengungen auf sich genommen, die Zertifizierung als "Familienzentrum" zu bekommen. Mit Note "sehr gut" ist ihr dies gelungen.
Als Kindergärtnerin war sie immer auch Ansprechperson für Eltern. Viel Seelsorge- und Beratungsarbeit hat sie geleistet, durch das Familienzentrum auch weitere professionelle Unterstützung dazu bekommen.
Sie hat Musik in den Kindergarten geholt, eine Sprachförderung für Kinder, die mit der deutschen Sprache Mühe haben. Seit eh und je ist der Kindergarten eine integrative Einrichtung, muslimische Kinder sind dort ebenso willkommen wie evangelische, katholische und nicht getaufte.
In letzter Zeit spürte die Leiterin, dass die Arbeit anstrengender wurde. Viele Eltern haben es selbst nicht genügend gelernt, was das Elternsein heißt. Das spiegelt sich im Verhalten der Kinder wieder, die oft mühsam lernen müssen, sich in eine Gemeinschaft einzufügen. Mit ihren 60 Jahren merkt Hille Dietrich, dass die Kraft nachlässt, den immer neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Gemeinde ist ihr zu großem Dank verpflichtet. Alle, die Hille kennen, schließen sich der spontanen Kinderäußerung an. Gefragt, wie sie Hille finden, lautet die einhellige Antwort der Kinder: "gut".
Still und bescheiden wie sie ist, wollte sie zum Abschied keinen großen Bahnhof. Deshalb sagt ihr die Gemeinde an dieser Stelle leise "Servus".

 
Hinaus in die Freiheit - Auf zum Reiterhof

Mit 25 Kindern geht es auch in diesem Jahr wieder für drei Tage auf den Reiterbauernhof in Goch-Nierswalde. Kinder zwischen drei und sechs Jahren dürfen mitfahren, wenn sie sich für zwei Nächte von Mama und Papa trennen können. Natürlich müssen sie auch eine gewisse Selbständigkeit mitbringen.
Gott sei Dank gibt es Eltern, die ihre Kinder in den Familienalltag einbeziehen und sie damit gut vorbereiten auf ihre Selbständigkeit. Denn unsere Gesellschaft braucht Kinder, die sich ausprobieren, kreativ mit ihren Ideen umgehen, aber dabei Grenzen akzeptieren und sich in eine Gemeinschaft einfügen können.
Auf dem Reiterhof wird ihnen ermöglicht, Zugang zur Natur und heimischen Tieren zu finden und Ehrfurcht vor der Schöpfung zu entwickeln. Dabei handelt es sich bei unseren Stadtkindern in vielen Fällen um einen Erstkontakt mit Tieren. Wie fühlt sich das Fell eines Hasen an? Wie groß ist das Pferd, wenn ich daneben stehe? Womit füttere ich die Ziegen? Manchmal kommt es hier zur Überwindung von Berührungsängsten. Doch wenn sie überwunden sind, ist der Stolz der Kinder kaum zu beschreiben. Wie glücklich zeigen sie sich nach einer halben Stunde hoch oben auf dem Rücken eines Pferdes. Den Namen und die Gedanken an das Pferd nimmt jeder am späten Abend - frisch geduscht und befreit vom Heu - mit ins Bett.
Dieser geschützte Raum, der Freiheit pur bietet, ermöglicht den Kindern, in Kontakt mit der Natur und damit zu sich selbst zu kommen. Gefüllt mit neuen Erfahrungen, dem Gefühl der Geborgenheit und der Fülle der Glücksgefühle werden unsere Kinder nach Hause zurückkehren und an den Erfahrungen wachsen.
Die tiefe Verbundenheit mit der erlebnisreichen Zeit setzt sich noch lange in den neu entstandenen Freundschaften fort. Für uns als Erzieherinnen bleibt auch ein Glücksgefühl zurück, wenn wir sehen, wie sehr unsere Kinder durch diese kleine Reise in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt sind. Wir können in diesen drei Tagen auch einmal abschalten von den vielen belastenden Anforderungen, die das Kinderbildungsgesetz (KIBIZ) an uns stellt.
Hille Dietrich