Friedhof

 
Rasengräber
Kein Schmuck auf die Grabplatten
Mit Beginn des Frühjahrs ist wieder Rasenmähen angesagt. Das gilt auch für den Friedhof. Eine besondere Aufgabe stellen dabei die Rasengrabflächen dar. Die Rasengräber sind so angelegt, dass die Mitarbeiter des Diakoniewerks mit dem Rasenmäher über die Gräber hinweggehen können. Das geht nicht, wenn auf fast jedem Grabstein eine Kerze oder Blumenschmuck steht. Die Mitarbeiter müssen erst allen Schmuck von den Gräbern entfernen und auf die dafür vorgesehene Fläche legen, ehe sie mit dem Mähen beginnen können.
Zweck der Rasenreihengräber ist es, dass Angehörige sie nicht pflegen müssen und zugleich einen Ort haben, an dem sie ihres verstorbenen Angehörigen gedenken können. Bis auf das Rasenmähen sollen die Gräber keine Pflege durch die Friedhofsgärtner nötig machen. Deshalb bittet das Presbyterium dringend darum, in der Wachstumsphase nichts auf den Grabplatten der Rasenreihengräber abzustellen.
 
Neue Friedhofs- und Gebührenordnung
Das erste Urnengrabfeld ist bereits belegt, Foto: FB

Um Menschen, die über wenig Eigenmittel verfügen, eine würdige Bestattung auf dem Gemeindefriedhof zu ermöglichen, hat das Presbyterium die Preise für eine Urnenbeisetzung auf der Wiese oder in der Stele möglichst gering gehalten. Die Kosten für eine Beisetzung im Rasenreihengrab für Urnen betragen 1332,70 €, für eine Besetzung in der Urnenstele 1320 €. In dem Preis ist der Stein, der als Verschlussplatte vor die Urnenkammer kommt, enthalten. Der Stein für das Rasengrab und die anteiligen Kosten für die 20-jährige Pflege der Rasenfläche sind ebenfalls in den genannten Preis eingerechnet.
Die Kosten für eine Sargbestattung im Rasengrab betragen insgesamt 2237,70 €.

Über alle Fragen, die den Friedhof betreffen, kann
    Susanne Haastert
    Telefon: 2951-3105
    susanne.haastert@kirche-duisburg.de
Auskunft geben.

 

 
Friedhofsgebühren
Die Gebühren auf dem Wanheimer Friedhof auf einen Blick. Für Kinder bis zu fünf Jahren gelten ermäßigte Gebühren, die hier nicht aufgeführt sind.
Wahlgrabstätten für Särge
Kosten pro Grabstätte   1.680,00 €
    Nachkauf pro Jahr        84,00 €
Bestattungsgebühren      600,00 €
(Für die Einfassung müssen die Nutzungsberechtigten selbst sorgen.)
Reihengrab für Särge
Kosten pro Grabstätte      420,00 €
Bestattungsgebühren      600,00 €
Grabeinfassung      200,00 €
Rasenreihengrab für Särge
Kosten pro Grabstätte      420,00 €
Bestattungsgebühren      625,00 €
Grabpflege 20 Jahre      800,00 €
Grabplatte      393,00 €
Wahlgrabstätten für Urnen
Kosten pro Grabstätte      600,00 €
    Nachkauf pro Jahr        30,00 €
Bestattungsgebühren incl. Grabeinfassung      396,00 €
Rasenreihengrab für Urnen
Kosten pro Grabstätte      300,00 €
Bestattungsgebühren      240,00 €
Grabpflege 20 Jahre      400,00 €
Grabplatte      393,00 €
Beisetzung in der Urnen-Stele
Kosten pro Grabstätte      680,00 €
Bestattungsgebühren      120,00 €
Grabplatte      520,00 €
Kapellenbenutzung
nur für Trauerfeier      120,00 €
 
Keine kirchliche Bestattung Ausgetretener
Immer wieder kommt es vor, dass jemand stirbt, der nicht Mitglied der Kirche war, und An-gehörige sich dennoch eine Begleitung durch den Pfarrer wünschen. Laut Kirchenordnung setzt die kirchliche Bestattung "grundsätzlich voraus, dass die Verstorbenen der evangeli-schen Kirche angehört haben". Auf Bitten der Angehörigen kann eine kirchliche Bestattung ausnahmsweise stattfinden, "wenn dies aus seelsorglichen Gründen angezeigt erscheint." In diesem Fall ist vorher der Superintendent zu unterrichten.
Die kirchliche Beisetzung eines Verstorbenen, der nicht Mitglied der Kirche war, kann also nur in einem gut begründeten Ausnahmefall erfolgen. Im Allgemeinen ist davon auszugehen, dass jemand, der aus der Kirche ausgetreten ist, auch auf deren Dienstleistungen keinen Wert gelegt hat.
 
Der Friedhof lädt ein zum Gedenken
Viele Möglichkeiten der Bestattung
Foto: FB

Die Beerdigungskultur ist im Wandel. Immer mehr Menschen suchen eine Grabstätte, die von den Angehörigen nicht gepflegt werden muss. Auf dem Gemeindefriedhof an der Steinbrinkstraße ist das erste Rasenreihengrabfeld für Urnen bereits belegt. Die morschen Bäume auf dem neuen Feld sind gerodet, die erste Urne ist beigesetzt. Das neue Feld liegt auf der anderen Seite des Hauptweges. Die beiden zusammen gehörenden Felder erhalten eine gemeinsame Gedenkfläche, auf der Kerzen und Blumen abgestellt werden können. Die Gräber selbst sind davon frei zu halten, damit beim Rasenmähen nichts beschädigt wird.
Die neu gepflasterte Fläche wird noch einen Gedenkstein erhalten, der über den Gräbern die christliche Hoffnung zum Ausdruck bringen soll.
Eine andere Möglichkeit der Urnenbestattung ohne Pflegeaufwand stellt die Beisetzung in einer der Urnenstelen dar, die am Friedhofseingang stehen. Auch eine Sargbeerdigung auf einem Rasengrabfeld ist möglich. Am Weg zu diesem Feld ist eine Sitzfläche rund um einen Baum angelegt worden. Hier kann man verweilen und in Ruhe seiner Angehörigen gedenken und dabei auch so etwas wie einen inneren Frieden finden.
Dafür sorgt auch die Umgebung des Friedhofs. Das neu errichtete "Landschaftsbauwerk Heinrich Hildebrandhöhe" ist nach monatelangen Bewegungen von schwer belastetem Schutt und Erde zu einem grünen Hügel geworden. Der Friedhof schmiegt sich organisch daran an. Bleibt nur zu hoffen, dass die Ausdehnung von Logport auf die brach liegende Fläche nicht zu einer erneuten Lärmbelastung führt.

 
Trauerfeiern auch in der Kirche
Foto: FB
Bereits im Jahr 2004 hat das Presbyterium beschlossen, Trauerfeiern auch in der Kirche zu ermöglichen. Der Sarg wird dann vorn im Altarbereich aufgebahrt. Wenn es sich um eine Trauerfeier zur Einäscherung handelt, bleibt er am Ende des Trauergottesdienstes stehen. So können Angehörige und Freunde am Sarg Abschied nehmen. Bei einer Erdbestattung auf dem Wanheimer Friedhof wird der Sarg durch den Seiteneingang der Kirche in den bereit stehenden Wagen getragen, zum Friedhof gefahren und am Eingang erneut aufgebahrt. Von dort geleitet die Trauergesellschaft den Verstorbenen zum Grab.
 
Urnenstelen schmücken den Friedhof
Besuchern des Wanheimer Gemeindefriedhofs fallen sie am Eingang gleich ins Auge: Die drei Stelen, in denen jeweils ein oder zwei Urnen bestattet werden können.
Wie bei den Rasenreihengräbern wird jede Grabkammer mit einer Steinplatte verschlossen, auf der Name, Geburts- und Sterbejahr des oder der Verstorbenen eingraviert sind.
Mit diesem Angebot kommt das Presbyterium dem Bedürfnis vieler Menschen entgegen, die an einem Ort beigesetzt werden möchten, den die Angehörigen nicht pflegen müssen.
Für Angehörige ist es wichtig, eine Anlaufstelle zu haben, wo sie den Verstorbenen "besuchen" können.
Die gepflasterte Fläche vor den Stelen bietet die Möglichkeit, dort Blumen abzulegen oder Kerzen zum Gedenken an die Verstorbenen aufzustellen.
Bevor die Belegung der Urnenstelen beginnen kann, müssen die Friedhofs- und die Gebührenordnung ergänzt werden. Sobald die Genehmigung dafür vorliegt, wird sie durch einen Aushang im Schaukasten auf dem Friedhof bekannt gemacht.
 
Nachfeiern im Gemeindehaus auch mit Bedienung

Für das Kaffeetrinken nach der Trauerfeier kann das Gemeindehaus gemietet werden. Allerdings ist dies nur an bestimmten Wochentagen möglich, da regelmäßig Gruppen in dem Haus ihren Treffpunkt haben. Die Kosten betragen für den großen Saal mit Küchenbenutzung 100 €, für den kleinen Saal mit Küchenbenutzung 70 € und für beide zusammen 170 €. Für 90 € zusätzlich kann ein Team angefordert werden, das die Bewirtung übernimmt, einschließlich Stellen und Decken der Tische, Bedienung während der Feier und Aufräumen nach der Feier.

 
Grabmale auf Wanheimer Friedhof ausgezeichnet

Die Innung des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks hat zwei Grabmale auf dem Wanheimer Friedhof mit dem Qualitätszeichen ausgezeichnet. In der Mitteilung des Innungsverbandes heißt es:

"Aus einer Vielzahl von eingereichten Arbeiten wurden diese beiden Steine mit dem Prädikat "vorbildlich" versehen.
Damit ist allen an den Arbeiten Beteiligten ein schöner Beitrag zur Denkmalskultur in unserem Lande gelungen."
Die Innung legt bei beiden Steinen Wert darauf, "dass dieses Stück Kulturgut be-wahrt und gepflegt werden kann" auch über die Nutzungsdauer der Gräber hinaus.

 

 
Beerdigung im Rasenreihengrab

Das Presbyterium hat beschlossen, auf dem Gemeinde-Friedhof an der Steinbrinkstraße eine Rasenreihengrabfläche anzulegen. Sobald die entsprechende Ergänzung der Friedhofsordnung vorliegt, kann mit der Belegung begonnen werden. Vorgesehen ist dafür das Feld 1, auf dem sich zur Zeit Reihengräber befinden, die von 1982 bis 1984 angelegt worden sind. Angehörige von Verstorbenen, die auf diesem Feld liegen, werden gebeten, in nächster Zeit Steine und Pflanzen von den Gräbern zu entfernen.
Auf dem Rasenreihengrabfeld können demnächst Särge beigesetzt werden. Angehörige müssen spätestens drei Monate nach der Beisetzung am Kopfende der Grabstätte eine liegende Grabplatte anbringen zu lassen, deren Inschrift auf jeden Fall Vor- und Zunamen des/der Verstorbenen aufweist. Die Platte ist bündig mit der Erdoberfläche zu verlegen.
Das Rasenreihengrab erhält keine gärtnerische Gestaltung. Die Graboberfläche besteht ausschließlich aus Rasen. Um die Pflege der Rasenfläche nicht zu erschweren, darf keinerlei Schmuck auf die Grabplatten gestellt werden.

 
Rasengrabflächen werden angenommen

Seit einem Jahr gibt es auf dem Wanheimer Gemeindefriedhof die Möglichkeit, Urnen oder Särge in einem Rasengrabfeld beizusetzen. Ein Stein mit dem Namen, Geburts- und Sterbejahr des dort beerdigten Menschen ist in die Rasenfläche eingebettet. So ist das Grab zu erkennen und die Pflege durch das Diakoniewerk, die Friedhofsgärtnerei der Gemeinde, gewährleistet.
Auf dem Urnengrabfeld sind haben zwanzig Urnen ihren Ruheplatz gefunden. Das Rasengrabfeld für Särge ist bisher erst zweimal in Anspruch genommen worden.
Auskunft zu Fragen des Friedhofs erteilt die Mitarbeiterin der Gemeinde Erika Brands, Telefon 702240.

 
Keine anonyme Beerdigung

Vorgesehen ist auch, eine Rasengrabfläche für Urnenbeisetzungen anzulegen.
Diese Regelungen kommen einer großen Nachfrage entgegen. Denn viele Menschen möchten heute ihre Angehörigen nicht mit einer Grabpflege von dreißig Jahren belasten und lassen sich deshalb anonym beisetzen.
Auf dem evangelischen Friedhof gibt es keine anonyme Bestattung.
Denn anonym heißt: ohne Namen.
Christen vertrauen aber darauf, dass Gott in der Taufe jeden einzelnen Menschen bei seinem Namen ruft. Diese Botschaft gilt im Leben und im Sterben und über den Tod hinaus. Deshalb soll der Name des verstorbenen Menschen auf dem Friedhof erkennbar bleiben.
Für Angehörige und Freunde ist es in der Regel tröstlich zu wissen, wo die oder der Verstorbene liegt. Vielen hilft es, zu trauern und Abschied zu nehmen, wenn sie die Grabstelle aufsuchen und die Spuren, die ein Leben hinterlassen hat, in der Erinnerung aufleben lassen.