Personen

 
Christian Meybohm
Karl Faeser
Pastor Helmut Blank
Erika Brands
Marlene Dühr
Walter Höschen
Pfarrer Hans-Peter Latsch

 

 
Abschied von Christian Meybohm
 

Am 28. Mai ist Christian Meybohm 75 Jahre jung geworden. Ein Grund zu gratulieren. Für die Gemeinde auch ein Grund, ein wenig traurig zu sein. Denn mit Vollendung des 75. Lebensjahres ist Schluss im Presbyterium. Das schreibt die Kirchenordnung zwingend vor.
Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben war Christian Meybohm viel unterwegs. 2003 ließ er sich gewinnen für die Arbeit im Presbyterium. Drei Jahre später, im Juni 2006, musste Walter Höschen ausscheiden, weil er die Altersgrenze erreicht hatte. Christian Meybohm übernahm von ihm das Kirchmeisteramt. Dieses füllte er aus mit ganzem Herzen und wurde Küster und Hausmeister, der Mann für alle Fälle. Sonntags morgens begrüßte er die Gottesdienstbesucher im Kircheneingang. Er stellte die Tische für die Frauenhilfe, kümmerte sich alles, was an anfiel. Wenn im Kindergarten eine Tür klemmte, hieß es: "Christian fragen." Genauso, wenn im Jugendheim die Heizung nicht funktionierte oder Wasser sich im Untergeschosse sammelte. Durch seinen Wohnort gegenüber der Kirche hat er einen kurzen Weg. Er war einfach da.
Oft musste man ihn gar nicht rufen. Er sah selbst, wo sein Einsatz nötig war. Regelmäßig inspizierte er die Kirche, um Schäden frühzeitig erkennen und beseitigen zu können. Maßgeblich hat er den Anbau am Kindergarten mit bewerkstelligt. Jeden Tag war er vor Ort, um mit Architekten und Handwerken auftauchende Probleme sofort zu lösen. Im letzten Jahr seiner Dienstzeit war es sein Bestreben, ein geordnetes Haus zu übergeben. Die Mauer um die Kirche herum befand sich in einem schlechten Zustand. Er ließ schadhafte Stellen reparieren und die gesamte Mauer abdecken mit Betonplatten, die wie ein Dach geformt sind, sodass Regenwasser nicht mehr ins Mauerwerk eindringt.
Eine weitere Baustelle: der Friedhof. Da musste die Mauer am Weg zur Hildebrandhöhe abgestützt werden. Auf den Beschluss des Presbyteriums hin, die Kapelle neu zu gestalten, führte Christian Meybohm Gespräche mit Firmen, die neue Türen und Fenster einbauen sollen. Dann wird man demnächst aus dem Inneren der Kapelle nach draußen auf den Friedhof blicken können.
Bei allem Einsatz gab es eins, was er nach Möglichkeit vermied: Sitzungen in Gremien des Kirchenkreises. Es ist seine Sorge, dass in der Kirche ein Apparat entsteht, der mit immer neuen Verordnungen und Vorschriften Verwaltung zum Selbstzweck macht. Durch sein Ausscheiden bleibt es ihm erspart, sich mit dem NKF, dem neuen Buchführungssystem, befassen zu müssen. Darüber ist er sehr erleichtert.
Genießen wird er seinen Ruhestand als Kirchmeister, der Gemeinde aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, wo er gebracht wird.
Im Gottesdienst am 15. Juni wird er feierlich aus seinem Dienst verabschiedet.

 
Karl Faeser geht in den Ruhestand
 
"Presbyterinnen und Presbyter scheiden spätestens mit Vollendung des 75. Lebensjahres aus dem Amt aus." So schreibt es die Kirchenordnung vor. Karl Faeser feiert am 24. August seinen 75. Geburtstag. Mit der Presbyteriumssitzung in der Woche davor endete seine Amtszeit. Die übrigen Presbyteriumsmitglieder hätten ihn gern weiter dabei gehabt. Doch leider lässt die Kirchenordnung keine Ausnahme zu.
Am 15. Februar 2004 wurde Karl Faeser in das Amt gewählt und vier Jahre später im Amt bes-tätigt. Der passionierte Sänger engagierte sich im neu gegründeten Arbeitskries "Kirche liebt Kultur - Kultur liebt Kirche". Durch seine Ausbildung zum Solosänger bei der niederrheinischen Musikschule verfügt er über gute Kontakte zu anderen Musikerinnen und Musikern. Namhafte Künstlerinnen und Künstler konnte er verpflichten für die monatlichen Konzerte in der Kirche. Das Musical Show Team gehört mittlerweile fest in den Veranstaltungskalender der Gemeinde. Großen Zuspruch fanden auch die "Duisburg Voices" mit Okko Herlyn kurz vor den Som-merferien.
Das Presbyterium hat Karl Faeser zum "Kulturdezernenten" der Gemeinde ernannt. Er wird weiter Konzerte in der Kirche planen und mit launigen Ansagen die Künstler zu der Vorstellung begrüßen.
Der Dank für die geleistete Arbeit im Presbyterium gilt auch seiner Frau Heidi, die ihn von Anfang an kräftig unterstützt hat. Oft haben beide gemeinsam die Vorbereitung für das Domcafé nach dem Gottesdienst übernommen. Sie sorgen auch dafür, dass bei den Veranstaltungen in der Kirche genug Getränke da sind, die in den Pausen und am Ende angeboten werden.
 
Pastor Helmut Blank feiert 50-jähriger Ordinationsjubiläum
Predigt am 26. Dezember 2008 anlässlich des goldenen Ordinations-Jubiläums von Pfarrer Helmut Blank
Lukas 2,14
Pastor Helmut Blank

Eine besondere Feier steht am 2. Feiertag in Wanheim an: Helmut Blank begeht sein fünfzigjähriges Ordinationsjubiläum. Am 1. November 1958 hat er als Hilfsprediger seinen Dienst in Wanheim angetreten, am 2. Weihnachtstags ist er in der Wanheimer Kirche ordiniert worden.


Uns ist ein Kind geboren
Aus einer Predigt von Helmut Blank 1988

Ein Kind ist uns geboren. Deshalb feiern wir Weihnachten. Wir feiern seinen Geburtstag alle Jahre wieder, auch in diesem Jahr ist das nicht anders. Nur im Unterschied zu uns Menschen: Das Kind wird nicht älter. In unserem Bewusstsein bleibt es auch nach zweitausend Jahren noch das Kind, das Kind in der Krippe oder auch 'das Christkind'. Wir erlauben ihm nur ungern, erwachsen zu werden, schon gar nicht in der Weihnachtszeit. Weihnachten ohne 'Christkind', das wäre kein Weihnachten mehr.
Vielleicht liegt es daran, dass in den Weihnachtstagen, viel mehr als sonst, unser Gemüt angesprochen ist, und ein Kind spricht nun mal unser Herz an. Kinder, kleine Kinder verkörpern noch ein Stück heiler, unverdorbener Welt. Kinder brauchen Schutz, weil sie hilflos, weil sie wehrlos sind. Und das wiederum macht uns wehrlos, wehrlos gegen unsere Gefühle, Gefühle, gegen die wir sonst im Leben ankämpfen, weil sie als Schwäche ausgelegt werden könnten. Weihnachten erlaubt uns, wehrlos zu sein, Gefühle zu zeigen.
Umso mehr, weil das Kind der Weihnacht über Generationen hinweg Kind bleibt. Es führt uns in die eigene Kindheit zurück. Die Lieder von seiner Geburt sangen schon die Eltern mit uns, als wir noch Kinder waren. Wenn wir seinen Baum schmücken, die Kerzen anzünden, werden Erinnerungen wach, die längst verschüttet waren, werden Saiten in uns zum Klingen gebracht, die sonst schweigen.
Sicher mögen wir das Christkind auch deshalb, weil es harmlos ist, harmlos und lieb. Was kann ein Kind uns tun? Wo kann ein Kind uns dreinreden? Und dann bringt es auch noch Geschenke.
Kein Wunder, das Christkind muss man einfach gern haben. Auch ich liebe das Christkind, das Kind, das mich selbst noch einmal Kind sein lässt, mich neben meine Kinder stellt, als sie klein waren, mich einfach kindlich froh sein lässt.
Aber ob Jesaja das gemeint hat, als er den Menschen, in denen und um die es dunkel geworden war, ansagte: 'Ein Kind ist uns geboren' ? (Jesaja 9,5) Ob Gott nur das niedliche, liebe Christkind gemeint hat, als sein Engel den Hirten sagte: 'Euch ist der Heiland geboren!'?
Wohl kaum! Der Prophet spricht von einem Kind, aber das ist nicht mehr niedlich. Wir brauchen uns nur seine Namen anzuschauen: 'Wunder-Rat' soll es heißen. Es weiß also Rat, wo andere ratlos sind. Es bringt Gottes Rat in unsere Welt. Und der ist wunderbar, der lässt uns staunen, so sehr, dass er für viele Menschen unannehmbar ist, weil da Dinge gesagt werden, die in unserer Gesellschaft unmöglich scheinen. 'Macht Schluss', wird zum Beispiel das Kind sagen, wenn es erwachsen ist, macht Schluss mit den Prestige- und Machtkämpfen untereinander. Der Größte unter euch sei euer Diener. Liebet einender. Achtet die Gaben, die Fähigkeiten des anderen. Lasst ihm als Mensch seine Würde, die ihm Gott gegeben hat. Gebt dem Hass keinen Raum in euren Herzen.
Ein Traum? Seit jener Weihnacht von Bethlehem ist das kein Traum mehr, auch wenn das Dunkel noch immer über unserer Welt lastet. Und doch hat die Herrschaft des Kindes längst begonnen. Sie ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Spuren seiner Herrschaft können wir jetzt schon entdecken: da, wo das Wunder der Versöhnung zwischen Menschen geschieht, wo Menschen, die sprachlos geworden sind, wieder miteinander zu sprechen beginnen. Das Kind der Weihnacht hat die Herrschaft angetreten in unserer Welt. Es lädt uns ein, seiner Spur zu folgen, seine Herrschaft für unser Leben anzunehmen. Es lädt uns ein, ihm zu vertrauen wie Kinder. Und da, wo wir die Einladung annehmen, kann unser Leben in Einklang kommen mit Gott, mit dem Mitmenschen, mit uns selbst.

 
Goldenes Dienstjubiläum
Am 12. August wird in Wanheim ein seltenes Jubiläum gefeiert: Erika Brands steht seit fünfzig Jahren im Dienst der Wanheimer Gemeinde.
Am 18. Juli 1957 unterschrieb "Fräulein Erika Haack" den Arbeitsvertrag. Auf Arbeitgeberseite zeichnete Superintendent Otto Vetter den Vertrag ab. Am 1. August trat "Fräulein Haack" ihren Dienst in der kirchlichen Verwaltung an. Leiter des Gemeindeamtes an der Arlberger Straße war zu der Zeit Erwin Thiele. Ihm folgten Klaus Villnow, Helga Louis-Eberlein und schließlich Jutta Sahrhage.
Erika Brands, so heißt sie seit ihrer Heirat 1961, kümmerte sich um die Buch- und Kassenführung und die Friedhofsangelegenheiten.
Am 1. Juli 1999 ging sie in den Ruhestand. Für die Verwaltung des Friedhofs ist sie weiter bei der Gemeinde angestellt und kann deshalb ihr fünfzigjähriges Dienstjubiläum feiern. Dies soll im Gottesdienst und bei der anschließenden Gemeindeversammlung am 12. August gewürdigt werden.
 
Marlene Dühr verabschiedet
 
 
 
 
Nach 29 Jahren in Wanheim wurde Marlene Dühr im Gottesdienst am 10. Juli offiziell von der Gemeinde verabschiedet. Anfang August zog sie nach Eschwege um, wo ihr ältester Sohn mit Familie wohnt.
Zwei Presbyterinnen würdigten im Gottesdienst ausführlich ihr Wirken in der Gemeinde.
Mit Mann und drei Kindern ist sie 1976 nach Wanheim gekommen. Ihr Mann, Hartmut Dühr, wurde dem damaligen Superintendenten, Helmut Blank, als "rechte Hand" zugewiesen.
Die Dührs bereicherten den Wanheimer Kirchenchor und übernahmen die Leitung des Seniorenclubs, der damals über sechzig Personen anzog.
Nach dem Tod ihres Mann im Jahr 1994 ließ Marlene Dühr sich zwei Jahre später bei der Presbyteriumswahl aufstellen. Im vergangenen Jahr wurde sie wieder in das Leitungsteam der Gemeinde gewählt. Ebenso engagierte sie sich in der Frauenhilfe und im Besuchsdienst.
Regelmäßig verbrachte sie über Weihnachten und Ostern mehrere Wochen bei der Familie ihres Sohnes in Eschwege. In der Nähe ihrer Angehörigen hat Marlene Dühr eine neue Bleibe gefunden.
Ihren Abschied überstrahlte herrlicher Sonnenschein. Zwei Presbyterinnen und die Pfarrfrau sorgten für ein reichhaltiges Kuchenbuffet, das dankbare Abnehmer fand.
Hannelore Hasselkamp von der katholischen Gemeinde St. Suitbert dankte der Mitarbeiterin für ihren Einsatz als Verbindungsglied zwischen evangelischer und katholischer Gemeinde.
Zur Erinnerung an die Gemeinde überreichte Pfarrer Brand zum Abschied einen Bilderrahmen mit einem großen Foto von der Kirche.

 

Worte zur Verabschiedung im Gottesdienst am 10. Juli

Liebe Marlene,
da du unser Gemeindeleben und unsere Gottesdienste rege mitgestaltet hast, wollen wir dir jetzt auch im Gottesdienst ein paar Worte zum Abschied sagen.

Du bist keine "Eingeborene", keine gebürtige Wanheimerin. 1976 ereilte dich der Ruf, nach Wanheim zu kommen. Vielmehr deinen Mann ereilte dieser Ruf. Ihr wohntet zu der Zeit in Ruhrort, dein Mann war Pastor. Er sollte nun die "rechte Hand" es Superintendenten Helmut Blank werden. Dir war es zunächst gar nicht recht, Ruhrort zu verlassen. Aber dann hast du auf einer Schiffsreise mit den Kindern vom Rhein aus in Ufernähe den kleinen Kirchturm zwischen den Bäumen gesehen und gefragt, zu welcher Kirche dieser Turm gehörte. "Das ist die evangelische Kirche von Wanheim", hat dein Mann gesagt. In dem Moment hast du dich mit dem Vorhaben ausgesöhnt, nach Wanheim umzuziehen.

Am Tollberg fandet ihr ein neues Zuhause. Der Kirchenkreis Duisburg-Süd mietete dort ein Haus für zwanzig Jahre an. Dein Mann, Hartmut Dühr, kümmerte sich schwerpunktmäßig um die Seniorenarbeit. Als Pfarrfrau, wie man sie von früher her kennt, hast du dich sofort mit in der Arbeit deines Mannes engagiert. Zum Seniorenclub, den ihr übernahmt, kamen regelmäßig mehr als sechzig Personen.
Mit euren drei Kindern habt ihr im Ruhrorter Kirchenchor mitgesungen. Euer Weggang war ein Verlust für die Gemeinde Ruhrort und ein Gewinn für die Gemeinde Wanheim. Denn nun hatte die Chorleiterin, Erika Pedak, vier treue Sängerinnen und Sänger mehr in ihrem Chor.
Im Sommer 1983 war dein magenkranker Mann am Ende seiner körperlichen Kraft. Im Oktober trat er in den Vorruhestand ein. Ihr zogt zu zweit in das väterliche Elternhaus in der Lüneburger Heide ein. Doch bereits ein halbes Jahr später kehrtet ihr nach Wanheim zurück, "jubelnd", wie du schreibst. Denn du warst froh, wieder in dem vertrauten Wanheim zu sein. Auch die Gemeinde freute sich, denn das angemietete Haus stand leer, ihr konntet sofort wieder da einziehen.
Ihr übernahmt nun ehrenamtlich die Seniorenarbeit der Gemeinde, bis Pfarrer Herlyn euch aus dieser Arbeit entließ. Er hatte ein neues Konzept entworfen, nach dem der Mittwochstreff bis heute seine Arbeit macht. Dein Mann wurde zunehmend schwächer, 1994 starb er. Nach einer fast einjährigen Trauerzeit kamst du in die Gemeinde zurück fandest in der Frauenhilfe deinen Platz. Regelmäßig warst du da, hast Nachmittags selbständig gestaltet und die Frauenhilfe im Bezirksvorstand vertreten.
1996 hast du dich nach heftigen Kämpfen in der Gemeinde für die Presbyteriumswahl aufstellen lassen. Seitdem bist du im Vorstand unserer Kirchengemeinde. Die Jahre, in denen du im Presbyterium mitgewirkt hast, waren Jahre des Umbruchs. Einige schwierige Entscheidungen hast du in dieser Zeit mit gefasst und mit getragen. Es würde zu weit führen, diese aufzuzählen.
Nicht zu weit führt es aber, dir zu danken für deine zahlreichen Dienste in der Gemeinde. Du warst immer mit ganzem Herzen und ganzem Verstand dabei. Deine Stimme wird uns fehlen im Presbyterium, in der Frauenhilfe, in der Gemeinde.
Du wirst auch unseren katholischen Glaubensgeschwistern fehlen. Denn du warst ein wichtiges Verbindungsglied zwischen der evangelischen und der katholischen Gemeinde in Wanheim.
Mit dem Dank verbinden wir gute Wünsche für die Zukunft. Wir wünsche dir, dass du dich in Eschwege wohl fühlst, dass du gesund bleibst, in der dortigen Gemeinde viel von deinen guten Gaben einbringen kannst. Deine Familie und vor allem deinen Enkelkinder brauchen dich als Rückhalt und Hilfe in vielerlei Hinsicht. Wir wünschen dir, dass du immer wieder Zeit und Gelegenheit findest, Kraft aufzutanken und die Schönheit deiner neuen Umgebung zu genießen.

Einen irischen Reisesegen wollen wir dir mitgeben:
Möge Gott auf dem Weg, den du gehst,
vor dir hereilen.
Mögest du die hellen Fußstapfen des Glücks finden
und ihnen auf deinem Weg folgen.
Und bis wir uns wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand.

Damit du uns und die Wanheimer Kirche
immer vor Augen hast,
überreichen wir dir zum Abschied dieses Geschenk.

 
Walter Höschen Verabschiedung

Schön für ihn, aber schade für die Gemeinde: Am 14. Juni ist Walter Höschen 75 Jahre alt geworden. Schön, dass er sich bester Gesundheit erfreut und man ihm die 75 Jahre weder ansieht noch anmerkt. So voller Energie, Tatkraft und Lebenslust hätte die Gemeinde ihn gern noch weitere Jahre als Presbyter gehabt.
Doch da hat die Kirchenordnung einen Riegel vorgeschoben und bestimmt, dass spätestens mit Vollendung des 75. Lebensjahres das Presbyteramt endet.
Walter Höschen hat das Amt im Oktober 2001 angetreten und dabei gleich auch die Nachfolge von Kurt Block als Kirchmeister. In seine Amtszeit fiel die Renovierung der Kirche im Jahr 2003. Bei den Arbeiten hat er selber kräftig mit Hand angelegt. Sein außerordentliches handwerkliches und künstlerisches Geschick kam der Gemeinde in vielerlei Hinsicht zugute.
Es zeigt sich auch auf der ersten Seite des Gemeindegrußes. Das Logo, mit dem das Heft seit einigen Jahren erscheint, ist sein Werk.
In diesem Jahr hat er mitgeholfen, die rechte Seite in der Kirche so umzugestalten, dass sie nun mit Rollstuhl oder Kinderwagen befahren werden kann. Ein schöner Raum ist da entstanden, wo man auch gut stehen und ein Glas trinken kann.
In der Presbyteriumssitzung am 21. Juni hat Walter Höschen die Schlüssel an seinen Nachfolger im Kirchmeisteramt, Christian Meybohm, übergeben. Im Gottesdienst am 10. September wird er offiziell von der Gemeinde als Presbyter verabschiedet.

 
Neuer Pfarrer für Gemeinde St. Suitbert

Fast 28 Jahre hat Pfarrer Hans-Peter Latsch Dienst in der Gemeinde St. Suitbert getan. Zum 1. November schickte ihn der Bischof in den Ruhestand als Gemeindepfarrer. Pfarrer Latsch wird sich über mangelnde Arbeit dennoch nicht beklagen müssen. Denn der Bischof beauftragte ihn zum Pfarrer mit besonderem Dienst in der Krankenhausseelsorge. Das Malteser-Krankenhaus St. Anna ist also das neue Aufgabenfeld für den rüstigen Ruheständler. Außerdem wird er weiterhin in den Gemeinden Gottesdienste halten.
Als sein Nachfolger in der Gemeinde wurde am 7. November der Huckinger Pfarrer Hans-Thomas Patek eingeführt. Er hat nun beide Gemeinden zu betreuen, insgesamt 7000 Seelen.

Zu dem Bild:
Pfarrer Hans-Peter Latsch vor dem Bild der Kirche St. Vinzenz in Oberhausen-Osterfeld. Dort empfing er seine Primiz.